Politik und Schule

Was ihr über die Änderungen beim Abitur wissen müsst

Von G8 zu G9. Bald gibt es bei uns in Nordrhein-Westfalen eine wichtige Änderung am Gymnasium.

Foto: Armin Weigel

Von G8 zu G9. Bald gibt es bei uns in Nordrhein-Westfalen eine wichtige Änderung am Gymnasium. Foto: Armin Weigel

Die Politiker in unserem Bundesland haben entschieden. Ab 2019 sollen die meisten Schüler fürs Abi wieder neun Jahre Zeit haben.

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Früher waren es neun Jahre, dann waren es acht Jahre – und bald sollen es wieder neun werden. Die Rede ist vom Abitur. Wie lange sollen Schüler zum Gymnasium gehen? Über diese Frage wird in unserem Bundesland Nordrhein-Westfalen seit vielen Jahren gestritten. Was wurde denn nun entschieden? Wir erklären euch die Änderungen.

Was ist G9/G8?

Seit diesem Sommer haben wir eine neue Regierung in NRW. Sie besteht aus den Parteien CDU und FDP. Sie haben entschieden, dass die meisten Schüler bald wieder neun Jahre auf dem Gymnasium lernen. Man sagt dazu G9. Bis vor einigen Jahren war G9 normal. Dann hatte sich die Politik eine Veränderung überlegt und wollte, dass Schüler kürzer zur Schule gehen. Das waren übrigens auch die Parteien CDU und FDP. Das Abi nach acht Jahren heißt G8. Man spricht auch vom Turbo-Abi.

Wann geht es los?

Nach den Sommerferien 2019 startet G9 wieder. Dann sollen die Fünft- und Sechstklässler bis zum Abitur neun Jahre Zeit haben. Das bedeutet: Wenn ihr heute in der dritten oder vierten Klasse seid, gilt G9 für euch. Alle Kinder, die jetzt schon aufs Gymnasium gehen, müssen das Abitur nach acht Jahren machen. Die Politiker sagen, schneller können sie die Regeln nicht ändern.

Ist G9 gut?

G9 klingt ja erstmal blöd, schließlich müsst ihr dadurch länger zur Schule gehen. Viele Experten finden aber, dass das Abitur in acht Jahren viel zu anstrengend für Kinder und Jugendliche ist. Denn es soll ja genauso viel gelernt werden wie in neun Jahren. Deswegen gab es zum Beispiel Beschwerden von Eltern. Sie haben gesagt: Unsere Kinder haben weniger Zeit für ihre Freunde oder den Sportverein.

Gibt es in der Woche denn jetzt weniger Unterricht?

Jaaaa! Weil die Gymnasiasten ein Jahr länger Zeit haben, müssen sie in der Woche ein bisschen weniger in den Unterricht – und zwar eineinhalb Stunden. Immerhin!

Machen alle Schulen mit?

Wahrscheinlich nicht. Die Schulen dürfen selbst entscheiden, ob sie G9 wollen oder lieber beim Abitur nach acht Jahren bleiben möchten. Die Schulministerin Yvonne Gebauer (Foto) von der Partei FDP ist für die Änderungen zuständig. Sie sagt: Neun von zehn Schulen werden bei G9 mitmachen.

Gibt es auch Probleme?

Na klar! Auf jeden Fall bringt die Änderung ganz schön viel Arbeit: Es müssen mehr Lehrer eingestellt werden, die Schüler brauchen mehr Räume für den Unterricht – und in vielen Fächern werden neue Schulbücher gebraucht.

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