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Warum gibt’s in einem Schaltjahr den 29. Februar?

Nur alle vier Jahre steht der 29. Februar im Kalender.

Nur alle vier Jahre steht der 29. Februar im Kalender.

Foto: dpa

Der 29. Februar 2020 ist ein besonderer Tag! Denn er steht nur alle vier Jahre im Kalender. Der Grund dafür: 2020 ist ein Schaltjahr.

Kinder, die an einem 29. Februar Geburtstag haben, feiern ihn nur alle vier Jahre an genau diesem Tag. Nun ist es wieder soweit. In diesem Jahr gibt es einen 29. Februar, weil 2020 ein Schaltjahr ist.

Ein Schaltjahr ist ein Jahr mit 366 Tagen, bei dem ein Tag zum Jahr dazu „geschaltet“ wird. Am Samstag erwartet uns also statt des ersten Märztags ein seltener letzter Februartag.

Verdrehte Jahreszeiten

Doch warum ist das so? Man braucht den zusätzlichen Tag alle vier Jahre, um den Jahreskalender anzugleichen. Ein Jahr ist die Zeit, die die Erde braucht, um einmal um die Sonne zu wandern. Durch diese Umrundung entstehen auch unsere Jahreszeiten. Allerdings braucht die Erde dafür nicht genau ein Jahr mit 365 Tagen, sondern 365 Tage und etwa fünf Stunden. Da man im Kalender nur Tage und keine Stunden ergänzen kann, wird bei Schaltjahren ein ganzer Tag ergänzt.

Ohne Schaltjahr wäre unser Kalender der richtigen Zeit immer ein Stück voraus. Nach mehreren Jahrhunderten wäre der Unterschied so groß, dass die Jahreszeiten nicht mehr zu den Monaten passen würden. In den Wintermonaten wäre dann Sommer und umgekehrt. Dieser Vorsprung wird durch den extra Tag alle vier Jahre ausgeglichen.

Jahr im alten Rom begann im Frühling

Und warum ausgerechnet der 29. Februar? Dass es beim Schaltjahr den Februar trifft, hat etwas mit der Geschichte des Kalenders zu tun: Im alten Rom begann das Jahr immer im Frühling, am ersten März. Der Februar war damals der letzte Monat des Jahres.

Das kann man auch an den Monaten September bis Dezember erkennen. Sie sind vom März aus gezählt – und gemäß ihrer Wortbedeutung – der siebte bis zehnte Monat. Der römische Herrscher Julius Caesar führte das Schaltjahr ein und hängte den Tag einfach am Jahresende an. Somit darf der Februar als ohnehin kürzester Monat alle vier Jahre einen Tag länger sein.

Nur alle vier Jahre Geburtstag

Für viele Menschen ist der 29. Februar etwas Besonderes, weil er so selten ist. Manche Paare heiraten extra an diesem Tag. Und viele Kinder feiern dieses Jahr ihren ersten richtigen Geburtstag. Außerdem bekommt man einen extra Tag geschenkt!

Und was machen nun „Schalttags-Kinder“ in den Jahren, in denen kein Schaltjahr ist? Bekannte Geburtstagskinder sind zum Beispiel die Moderatorin Lena Gercke oder der Fußballspieler Benedikt Höwedes.

Sie feiern ihren Geburtstag einfach an einem anderen Tag, zum Beispiel am 28. Februar.

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