Geschichte

Vor 30 Jahren fiel die Mauer in Berlin

Jubelnde Menschen standen am 9. November 1989 auf der Berliner Mauer am Brandenburger Tor.

Jubelnde Menschen standen am 9. November 1989 auf der Berliner Mauer am Brandenburger Tor.

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

In diesen Tagen wird in Deutschland und vor allem in Berlin ein besonderes Jubiläum gefeiert. Am 9. November 1989 änderte sich dort alles.

In diesen Tagen feiert ganz Deutschland ein Jubiläum. Es wird an den 9. November 1989 erinnert. Das war ein ganz besonderer Tag in der deutschen Geschichte. An diesem Tag wurde die Mauer, die die Stadt Berlin teilte, geöffnet.

In einer geteilten Stadt zu leben, war für die Menschen in Berlin viele Jahre lang Alltag. Eine Beton-Wand stand mehr als 28 Jahre zwischen West- und Ost-Berlin. Zu dieser Zeit gab es zwei deutsche Staaten: die Bundesrepublik Deutschland im Westen und die Deutsche Demokratische Republik, kurz DDR, im Osten.

Damit die DDR-Bürger nicht einfach in den Westen auswandern konnten, hatte die Regierung der DDR in Berlin eine Mauer bauen lassen: meterhoch und quer durch die Stadt.

Viele Menschen aus der DDR wollten eigentlich lieber im Westen leben. Denn in ihrem Land waren sie unzufrieden. Deshalb wurde die Grenze streng bewacht. Erst an diesem Abend im November 1989 wurde sie geöffnet. Eine besondere Stimmung herrschte am Brandenburger Tor. Das ist ein berühmtes, riesiges Tor in Berlin. Dort kletterten ganz viele fröhliche Menschen auf und über die Mauer.

Durchgänge wurden geöffnet

Was war passiert? Die Bewacher der damals streng gesicherten Grenze zwischen West-Berlin und Ost-Berlin hatten einige Mauer-Durchgänge geöffnet. Zum ersten Mal nach fast 30 Jahren konnten die Menschen frei hin- und herfahren. Kurz vorher hatte ein Politiker der DDR-Führung gesagt, dass die Bürger im Osten künftig frei ausreisen könnten. Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile. Die Leute waren nicht zu stoppen.

Die neue Freiheit hatten sich die Menschen in der DDR erkämpft. Sie hatten massenhaft gegen die DDR-Regierung demonstriert. Sie wollten mehr Freiheit und Wohlstand haben. Durch die Proteste kam die DDR-Regierung immer mehr unter Druck. Sie hatte die Mauer bauen lassen. Nun erlebte sie, dass sich die Betongrenze so nicht mehr halten ließ.

Dieses Ereignis – genannt Mauerfall – ist jetzt 30 Jahre her. Das Datum gilt als wichtiger Schritt für eine große Veränderung in der Welt: die Annäherung der Länder im Osten und Westen, die lange verfeindet waren. Der Mauerfall war auch ein Schritt dazu, dass die DDR und die Bundesrepublik im Jahr 1990 zu einem Deutschland vereint wurden.

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