Kunst

Viel Spaß mit Mordillos Knollennasen

Monique (von rechts) und Josina erklären ihren Schulkameradinnen eine Bilderbuchserie von Mordillo.

Foto: Kai Kitschenberg

Monique (von rechts) und Josina erklären ihren Schulkameradinnen eine Bilderbuchserie von Mordillo. Foto: Kai Kitschenberg

Sechs Schülerinnen bieten Führungen durch die Ausstellung der Ludwiggalerie Oberhausen an. Darauf haben sich die Mädchen gut vorbereitet.

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Der Eingangsbereich der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen ist ein riesiger Glaskasten. In der hohen Halle haben sich sechs Schülerinnen in eine Sitzecke verzogen, eine steht gerade auf und fängt an zu reden: „Heute möchte ich Ihnen etwas zum Thema Nasenlöcher erzählen, sie können unterschiedlich groß sein, aber sie sind sehr nützlich…“. Die anderen 14-Jährigen kichern als sie das hören, Josina hält ja auch gerade einen Quatsch-Vortrag. Der hat aber einen tieferen Sinn: Es ist eine Lockerungsübung für eine große Aufgabe: Josina, Sophia, Emilly, Kim, Monique und Maja werden ab Dienstag andere Schüler durch die Mordillo-Ausstellung des Museums führen. Darauf bereiten sie sich gerade intensiv vor.

Viele Knollennasen

Für die Schülerinnen des Elsa Brandström Gymnasiums Oberhausen ist der Job als Museumsführerin Teil eines Schulprojekts. „Ich kannte Mordillo vorher schon und habe voll gefeiert, dass ich dabei sein darf“, sagt Sophia. Den Mädchen gefallen die knollennasigen Figuren, die heiteren Wimmelbilder und die Schmunzelgeschichten, die der Künstler in seinen Werken erzählt.

In Zweiergruppen haben sie sich durch das Werk des preisgekrönten Zeichners gearbeitet. Dabei gab es Hilfe vom Profi. Linda Schmitz ist Kuratorin der Ludwiggalerie. Eine Kuratorin sucht die Werke für eine Ausstellung zusammen und kümmert sich um die Sammlung eines Museum. Sie hat die Mädchen gleich zu Beginn ihrer Vorbereitungen durch die Ausstellung geführt und ihnen viel über den Künstler und seine Arbeit erzählt. Jetzt sind die Mädchen dran, sie haben einstündige Führungen vorbereitet. Josina und Monique fangen an.

Josinas Lieblingsbild

Josina bleibt vor dem Bild einer Maus stehen, die mit ihren großen Ohren an Micky Maus erinnert. „Das ist mein Lieblingsbild“, erzählt die Schülerin. Anhand dieser Zeichnung erklärt sie, dass Mordillo eigentlich Trickfilmzeichner werden wollte und deswegen von Argentinien in die USA gezogen ist.

Vor einem anderen Bild fordert Monique ihre Zuhörer auf: „Kommt doch ein bisschen näher…“ Dafür gibt es ein dickes Lob von Kuratorin Linda Schmitz: „Sehr gut, ihr müsst die Leute führen!“ Und das machen die Mädchen auch. In dem Raum, der einer Bilderbuchgeschichte gewidmet ist, fordern sie sogar auf, das wichtigste Bild zu bestimmen. Und schon entsteht eine Diskussion über Kunst und ihre Aussage.

Linda Schmitz ist zufrieden. „Ihr schlagt euch super!“ Na, dann kann es ja losgehen.

Und ein Audioguide

Am 5.12., 7.12., 12.12., und am 14. 12. führen die Schülerinnen durch die Mordillo-Ausstellung. Mehr Infos gibt es unter 0208 / 412 49 28.

Linda Schmitz hat außerdem mit Grundschülern einen Audioguide erstellt. Die Kinder beschreiben die Mordillo-Bilder und die Kuratorin gibt Zusatzinfos zum Künstler.
Corinna Zak

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