Klimawandel

„Unsere Erde - unsere Zukunft“: Wetter ist nicht Klima

Sommer, Regen, Schnee, Sturm - das alles macht unser Wetter aus. Die Winter in Deutschland sind kürzer geworden, die Sommer heißer und trockener.

Sommer, Regen, Schnee, Sturm - das alles macht unser Wetter aus. Die Winter in Deutschland sind kürzer geworden, die Sommer heißer und trockener.

Foto: Fredrik von Erichsen / dpa

Die neue Serie der Kinderredaktion geht in die zweite Runde. Dieses Mal geht es um den Unterschied zwischen Wetter und Klima.

Bei uns in Nordrhein-Westfalen wird es in den kommenden Tagen regnen und nur 12 bis 16 Grad warm sein. Das haben Meteorologen angekündigt. Diese Wetterforscher machen Vorhersagen, wie das Wetter wird. Oft stimmen sie, manchmal aber auch nicht.

Das Wetter kann sich kurzfristig ändern

Das Wetter hängt von vielen Dingen ab: Die Temperatur der Luft ist ebenso wichtig wie die Menge des Niederschlags. Das kann Regen, Schnee oder Hagel sein. Der Wind spielt auch eine Rolle. An einem Tag kann das Wetter sonnig und warm sein, dann kann wieder ein Sturm kommen oder die Temperaturen fallen stark.

Unser Wetter ist also das, was kurzfristig in der Atmosphäre der Erde passiert. Das, was wir spüren, wenn wir draußen herumlaufen.

So kommt es zu einem Klimawandel

Mit dem Klima ist es anders. Da schauen sich Forscher genau an, welches Wetter in einem bestimmten Gebiet über einen längeren Zeitraum hinweg herrscht. Sie schreiben jeden Tag die Temperaturen, die Niederschlagsmengen, die Windstärken und andere Daten auf. Überall im Land gibt es Messstationen. Seit 1881 werden die Daten zuverlässig notiert. Also seit 139 Jahren.

Das Klima ändert sich nicht so schnell wie das Wetter. Noch vor 30 Jahren konnte es zum Beispiel sein, dass es ein paar regnerische Sommer gab und dann wieder einen Super-Sommer. Es gab Winter mit viel und mit ganz wenig Schnee. Im Durchschnitt war das Klima in Deutschland über Jahrhunderte ähnlich.

Heute merken Klimaforscher aber: Die Verhältnisse haben sich geändert. Bei einem Kongress in Hamburg sagten sie letzte Woche, der Temperaturanstieg in Deutschland beschleunige sich. Die Jahre von 2011 bis 2020 seien rund 1,9 Grad wärmer gewesen als die Jahre 1881 bis 1910. Der Winter wird kürzer, das Frühjahr und der Herbst werden länger, die Sommer heißer und trockener. In einigen Gegenden Deutschlands gibt es nun sehr lange Phasen mit Temperaturen von 30 Grad.

Forscher bezeichnen das als „Klimawandel“. Der Temperaturanstieg ist nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt zu beobachten. Was sind die Ursachen und was muss passieren? Das lest ihr in den nächsten Folgen unserer Serie.

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