Klima

„Unsere Erde - unsere Zukunft“: Das Treibhausgas Methan

In den Mägen von Kühen entsteht das Treibhausgas Methan.

In den Mägen von Kühen entsteht das Treibhausgas Methan.

Foto: Mohssen Assanimoghaddam / dpa

Methan wirkt stärker als Kohlendioxid, löst sich aber wieder auf. Es entsteht unter anderem in den Mägen von Kühen oder beim Reisanbau.

Nicht nur das Kohlendioxid zählt zu den Treibhausgasen, sondern auch das Methan. Das Gas kommt einerseits in der Natur vor. Sümpfe und Moore geben zum Beispiel Methan ab. Andererseits haben die Aktivitäten der Menschen dazu geführt, dass immer mehr Methan in die Atmosphäre gelangt.

Methan entsteht dann, wenn Blätter, Wurzeln oder Essensreste verrotten, ohne dass Sauerstoff an sie herankommt. Man nennt das einen Fäulnisprozess. Dieser Prozess findet zum Beispiel auf einer Mülldeponie statt. Aber auch im Magen von Rindern entsteht Methan.

Wenn Rinder rülpsen

Rinder sind ebenso wie Giraffen und Hirsche Wiederkäuer. Sie haben einen entsprechenden Magen. Wenn die Tiere rülpsen, wird das entstandene Methan an die Umwelt abgegeben. Weil die Menschen auf der Welt immer mehr Fleisch essen, hat die Haltung von Rindern sehr zugenommen. Es gibt also heute viel mehr Methan, das aus den Mägen von Rindern kommt, als noch vor zehn oder zwanzig Jahren.

Methan gelangt außerdem bei der Förderung von Erdgas in die Luft. Erdgas besteht hauptsächlich aus Methan. Wenn es bei der Förderung oder in einer Erdgasleitung irgendwo ein Loch gibt, strömt Methan aus.

Besonders tragen auch die Reisbauern in den Ländern China, Indien und Vietnam dazu bei, dass der Methangehalt in der Atmosphäre steigt. Beim Reisanbau entsteht Methan dann, wenn die Reisfelder geflutet werden. Das ist eine häufige Anbaumethode. Wenn ein Feld überflutet ist, kann aber nicht genug Sauerstoff in den Boden eindringen. Viele Länder in Asien bemühen sich daher, andere Methoden für den Reisanbau zu nutzen.

In der Atmosphäre heizt Methan als Treibhausgas das Klima an. Es ist dort in geringerer Menge als Kohlendioxid vorhanden, wirkt aber sehr viel stärker. Deswegen wird viel versucht, um den Methanausstoß zu verringern. Forscher untersuchen zum Beispiel, ob bestimmte Kräuter oder andere Zusätze, die man an Rinder verfüttert, einen Einfluss auf die Methanmenge haben.

Viele Klimaschützer haben härtere Forderungen: Sie setzen sich dafür ein, dass die Menschen weniger oder gar kein Rindfleisch essen und auch auf Kuhmilchprodukte verzichten.

Ihre Kritiker sagen: Methan löst sich im Gegensatz zu Kohlendioxid nach etwa zehn Jahren wieder auf. Solange also nicht mehr Methan in die Atmosphäre abgegeben als wieder zerstört werde, verstärke das Gas den Klimawandel nicht.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben