Selbstgedrehte Videos

Sechstklässler helfen anderen Schülern

Emanuel, Carlotta, Franka und Dorian vom Ruhr-Gymnasium in Witten unterstützen Viertklässler, die bald die Schule wechseln.

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Manchmal ist es gar nicht so leicht, sich Dinge zu merken. Vor allem in der Schule, wo man immer wieder neue Dinge lernt. Welche Zeiten gibt es im Deutschen? Wie dividiert man schriftlich? Dass man sich dann nicht alles sofort merken kann, wissen auch Emanuel, Carlotta, Franka und Dorian vom Ruhr-Gymnasium in Witten.


Deshalb haben sich die Sechstklässler zusammen mit 28 Schulkameraden etwas einfallen lassen: Sie machen Videos für Viertklässler, die bald die Schule wechseln. Und in diesen Videos beantworten sie die Fragen der Viertklässler. Es geht zum Beispiel um Mathe und Deutsch. Aber auch Sachunterricht und Englisch gehören zu den Themen. Die Idee gefiel der Talentmetropole Ruhr so sehr, dass die Schüler und Lehrer dafür einen Preis bekamen.

Videotelefonat über Skype

Am Anfang hatten die Viertklässler einige Tage Zeit, um sich Fragen einfallen zu lassen. Dann haben sie über Skype ein Videotelefonat mit Emanuel, Carlotta, Franka, Dorian und ihren Mitschülern geführt und Fragen gestellt. Zum Beispiel wollten sie wissen, wie das Internet entstanden ist. Das gehört zwar nicht zum Unterrichtsplan. Aber die Sechstklässler wollten die Frage trotzdem beantworten. Die Schüler des Gymnasiums setzten sich zusammen und überlegten, wie sie die Fragen beantworten können.

Ein Storyboard hilft

Sie teilten sich in Gruppen auf und machten einen Plan. „Wir haben für jedes Video ein Storyboard“, erklärt der zehn Jahre alte Emanuel. Auf diesem Storyboard sammelten sie die Ideen für das Video. Zum Beispiel schrieben sie Texte auf, die sie vorlesen wollten. Oder sie zeichneten Bilder, die sie später zeigen wollten. Als das Storyboard fertig war, fingen sie mit dem Filmen an.


Eine große Kamera brauchten sie dafür aber nicht. Ihnen reichte ein Tablet. Das legten sie auf eine Kiste mit einem Loch. „Dann liegt das Tablet ruhig und wackelt nicht“, erklärt Carlotta. Durch ein weiteres Loch konnten sie dann immer neue Bilder unter die Kamera legen.


Carlotta und Franka zeigen, wie das funktioniert hat. Sie erklären zum Beispiel, wie das Internet entstanden ist. Dafür haben sie viele Zeichnungen gemacht und ausgeschnitten. Nach und nach legen sie die Zeichnungen unter die Kamera. So wollen sie zeigen, was passiert ist, als sich das Internet entwickelte. Es gibt zum Beispiel einen Schnipsel, auf dem WWW steht. Das steht für World Wide Web und ist die Abkürzung für das Internet. Damit die Videos nicht langweilig werden, sind sie maximal zwei Minuten lang.

Auch die Sechstklässler lernen

Lehrerin Amelie Klinger lobt ihre Schüler und sagt: „Ihr macht das sehr gut.“ Das freut Franka, Dorian, Carlotta und Emanuel. Auch sie haben viel gelernt, als sie die Fragen beantwortet haben. Wenn ihre Videos Ende Januar fertig sind, werden sie wahrscheinlich bei Youtube hochgeladen. Dann können sich die Grundschüler die Videos immer auf einem Computer im Klassenraum anschauen.

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