Unterricht

Schule in Syrien, Serbien und Deutschland – Kinder erzählen

Die Vierklässlerinnen Bvrin Alahmad (links) aus Syrien und Tarija Buljubasic aus Serbien vergleichen die Schulsysteme ihrer Heimatländer mit dem deutschen System.

Die Vierklässlerinnen Bvrin Alahmad (links) aus Syrien und Tarija Buljubasic aus Serbien vergleichen die Schulsysteme ihrer Heimatländer mit dem deutschen System.

Foto: Morris Willner

Bvrin (10) und Tarija (11) erzählen vom Unterricht in den Ländern Syrien und Serbien und vergleichen ihn mit der Schule in Deutschland.

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Tarija und Bvrin leben noch nicht so lange in Deutschland. Beide gehen in die vierte Klasse der Rolandschule in Oberhausen. Tarija ist früher in Serbien zur Schule gegangen und Bvrin in Syrien. Für die Kinderseite erzählen sie, was in ihrer alten Schule so ähnlich war wie in Deutschland und wo es Unterschiede gab.

Bvrin ist zehn Jahre alt. Sie berichtet: „In Syrien waren wir ungefähr 20 Kinder in der Klasse. Wir saßen an Zweiertischen auf Bänken. Alle haben in Richtung der Lehrerin geguckt. Unsere Fächer waren Mathe, Englisch, Arabisch, Kurdisch, Sport, Kunst, Musik, Geometrie und Sachunterricht. Mein Lieblingsfach war Kurdisch, denn das ist meine Muttersprache. Arabisch kann ich aber auch gut.“

Schuluniformen in Syrien

In Syrien tragen die Kinder Schuluniformen. Bvrin sagt: „Wir trugen eine Jeanshose und einen blauen Pullover mit langen Ärmeln. Um den Hals trugen wir ein orangenes Halstuch, das mit einem Ring zusammengehalten wurde.“

Eine solche Schuluniform gab es an Tarijas Schule in Serbien nicht. Die Elfjährige erzählt: „Wir hatten normale Kleidung an. Wir waren 24 Kinder in der Klasse. Neben Mathe, Serbisch, Englisch, Sport, Musik und Sachunterricht hatten wir auch das Fach Literatur. Da haben wir Kinderbücher gelesen. Die Schule ging von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. In der Mittagspause haben wir uns etwas zu essen gekauft. Mathe war mein Lieblingsfach.“

Klassenausflüge ins Kino

Tarija erinnert sich auch an Klassenausflüge. „Wir sind zum Beispiel ins Kino oder ins Museum gegangen.“ Wenn ein Kind in Tarijas Klasse ungezogen war, hat die Lehrerin oft geschrien. Schlimmer war es bei Bvrin in der Schule: „Wenn jemand Quatsch gemacht hat, musste er die Hände ausstrecken und die Lehrerin hat dann mit einem Lineal auf die Handflächen geschlagen.“

In Deutschland findet es Tarija gut, dass sie nach der Schule in die Betreuung gehen kann. Dort kann sie mit anderen Kindern spielen. In Serbien gab es eine solche Nachmittagsbetreuung nicht. Brvin gefällt, dass die deutschen Lehrerinnen sehr nett sind und dass man sie auch fragen kann, wenn man Schwierigkeiten hat. Am besten findet sie aber, dass Kinder in der deutschen Schule nicht geschlagen werden.

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