Schulstart

Schüler und Lehrer freuen sich über den Schulstart

Lehrerin Nicole Fleck-Hell und Schulleiterin Sylvie Sterz aus Moers freuen sich über den Schulstart.

Lehrerin Nicole Fleck-Hell und Schulleiterin Sylvie Sterz aus Moers freuen sich über den Schulstart.

Foto: Norbert Prümen / FUNKE FotoServices

Nach fast zwei Monaten Pause ist für die Viertklässler wieder der Unterricht losgegangen. Doch der erste Schultag war etwas anders als sonst.

Als Aurelia sich gestern Morgen auf den Weg zur Schule machte, war sie richtig aufgeregt. Denn die Zehnjährige gehörte zu den Viertklässlern, die nach fast zwei Monaten Pause das erste Mal wieder in den Unterricht durften. Und der Schultag sollte anders werden, als noch vor einigen Wochen.

Schon Tage vorher mussten Lehrer planen, wie in einer Schule die Corona-Regeln eingehalten werden können. Denn niemand soll sich mit dem Coronavirus anstecken. An der Grundschule Hülsdonk in Moers wurden die Klassen in kleinere Gruppen aufgeteilt, damit alle leichter Abstand halten können.

Große Wiedersehensfreude bei Schülern und Lehrern

„Die Lehrerinnen haben vorab mit den Schülern besprochen, wie alles ablaufen soll“, erzählt Schulleiterin Sylvie Sterz. „Deshalb wussten auch alle morgens, zu welcher Gruppe sie gehören, wo sie sich treffen oder welche Treppe sie nehmen sollen. Ich musste ihnen gar nicht mehr helfen.“

Über verschiedene Eingänge ging es zu den Klassen, vor denen schon die Lehrer warteten. Eine von ihnen war Lehrerin Nicole Fleck-Hell. „Die Wiedersehensfreude war natürlich groß“, sagt sie. Doch umarmen durfte sich niemand. Stattdessen mussten sich alle erst einmal gründlich ihre Hände waschen. Das gehört ebenso zum neuen Schulalltag, wie eine andere Sitzordnung.

Stühle und Tische stehen im Mindestabstand

„Die Tische und Stühle stehen im Mindestabstand. So sieht man auch erst einmal, wie viel eigentlich 1,50 Meter sind“, sagt Nicole Fleck-Hell. Doch Abstand halten funktioniert im Unterricht nicht immer. Manchmal muss die Lehrerin zum Beispiel näher an den Tisch eines Schülers kommen, um ihm zu helfen. „Wir setzen dann beide gleichzeitig die Maske auf“, sagt Nicole Fleck-Hell. Das klappte am ersten Tag schon richtig gut.

Überhaupt, Lehrerin und Schulleiterin sind mehr als zufrieden mit dem Schultag. „Ich war vorher auch etwas aufgeregt“, gibt Nicole Fleck-Hell zu. „Aber dann war es einfach richtig schön, alle Schüler wieder live und nicht nur im Video-Chat zu sehen.“ Auch die Schüler selbst waren am Ende das Tages froh über die Rückkehr an die Schule, erzählt die Lehrerin: „Sie meinten nach den vier Stunden, dass sie sich schnell an die Regeln gewöhnt hätten.“

Ein fast leerer Schulhof

Bei Aurelia aus Bochum legte sich die Aufregung ebenfalls schnell. „Das Komischste war, dass wir in den Pausen nur zu acht auf dem Schulhof waren“, erzählt die Zehnjährige. „Und dass überall am Boden Streifen klebten, damit man weiß, wo man lang laufen darf.“ Insgesamt fand sie ihren ersten Schultag nach der langen Pause aber gut. Und sie freut sich schon auf den nächsten!

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