Schulprojekt

Schüler aus Neukirchen-Vluyn machen spannendes CO2-Projekt

Die Schüler der Klasse 5a bedienen mit Hilfe von Valentina Fiori (Mitte) eine riesengroße Waage. An verschiedenen Mitmachstationen lernen sie, wieviel CO2 beim Autofahren in die Luft gepustet wird.

Die Schüler der Klasse 5a bedienen mit Hilfe von Valentina Fiori (Mitte) eine riesengroße Waage. An verschiedenen Mitmachstationen lernen sie, wieviel CO2 beim Autofahren in die Luft gepustet wird.

Foto: Volker Herold

Neukirchen-Vluyn.   Eine fünfte Klasse lernt bei einem besonderen Schulprojekt, wie viel CO2 Autos in die Luft pusten. Die Antwort: ganz schön viel.

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Wasserflaschen gefüllt mit Sand, eine Luftpumpe, Müllsäcke, ein Fahrradkorb – all diese Gegenstände haben in der Schule eigentlich nichts zu suchen. Bei der 5a am Julius-Stursberg-Gymnasium in der Stadt Neukirchen-Vluyn kommen sie aber trotzdem im Unterricht vor. Denn die 5a lernt heute etwas über Klimaschutz und vor allem über das Gas CO2, das zum Beispiel Autos und Lastwagen in die Luft pusten.

Unterricht ohne Lehrer

Und noch etwas ist heute anders in der 5a: Kein Lehrer und keine Lehrerin macht den Unterricht. Stattdessen sind Valentina Fiori aus der elften Klasse und Katharina Klöckner, Melina Ademovic und Aylen Ala aus der achten Klasse heute in der 5a zu Besuch.


Die vier gehören zum „Protect-Our-Planet-Movement“ (deutsch: „Schütze-unseren-Planeten-Bewegung) an ihrer Schule und haben sich heute Zeit genommen, um den Fünftklässlern etwas zum Thema Klimaschutz und CO2-Ausstoß beizubringen.


An verschiedenen Mitmach-Stationen sollen die Kinder lernen, wieviel CO2 wir Menschen produzieren. An einer Station sollen die Kinder zum Beispiel schätzen, wie viel Kilogramm CO2 für alltägliche Strecken mit dem Auto in die Luft gepustet werden. Damit sie sich vorstellen können, wie hoch dieses Gewicht ist, sollen sie entsprechend viele Flaschen mit Sand halten.


Die nächste Station funktioniert so ähnlich, nur ist der Sand hier in Rucksäcke gefüllt, den die Schüler tragen sollen. „In dem roten Rucksack sind 5 Kilo. So viel wiegt das CO2, das ihr ausstoßt, wenn ihr zum Beispiel ins Centro Oberhausen fahrt“, sagt Melina Ademovic.


Die elfjährige Katharina Mildenberger pumpt an Station drei mit der Luftpumpe einen Müllsack auf. In vier von diesen Säcken ist genauso viel CO2, wie bei einer kurzen Autofahrt entsteht. „Es ist erschreckend zu sehen, wie viele Abgase entstehen, wenn man Auto fährt. Ich fahre aber meistens mit dem Fahrrad“, sagt Katharina.


Die letzte Station erfordert Muskelkraft. Voller Tatendrang stemmt ein Kind nach dem anderen einen 50 Kilo schweren Eimer. Ganz schön schwer – ganz schön viel CO2! Der elfjährige Ishak Korkut findet deshalb: „Autos zerstören die Natur!“

Eine wichtige Aufgabe

Die Klasse 5a war für die vier Mitglieder des „Protect-Our-Planet-Movement“ erstmal die letzte Klasse. Den anderen fünften und sechsten Klassen an ihrer Schule haben sie ihr Projekt schon erklärt. Valentina Fiori findet diese Aufgabe sehr wichtig. „Ich würde gerne länger auf einem intakten Planeten leben. Viele denken immer, die anderen sollen anfangen, aber so will ich nicht sein und deswegen unternehme ich etwas“, sagt sie.


Das findet Melina Ademovic auch. Kinder und Jugendliche seien schließlich diejenigen, die mit den Folgen des Klimawandels leben müssten, sagt sie. „Deshalb versuche ich alles, um etwas zu verändern.“

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