TIERE

Schüler aus Dortmund sind Experten für Bienen

Die Schüler Dustin (11), Karim (11), Jan (13) und Luca (13, v.l.) nehmen eine Brutwabe aus einer Bienenbeute.

Die Schüler Dustin (11), Karim (11), Jan (13) und Luca (13, v.l.) nehmen eine Brutwabe aus einer Bienenbeute.

Foto: Volker Hartmann

Jung-Imker sind immer beschäftigt. Sie müssen auf ganz viele Tiere aufpassen. So wie die Schüler der Vincenz-von-Paul-Schule in Dortmund.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Im Schutzanzug fühlt Karim sich sicher. Der weiße Kittel mit Gummizug an den Ärmeln ist bienendicht. Und Bienen gibt es an der Vincenz-von Paul-Schule in Dortmund eine ganze Menge. Schließlich wurde hier vor drei Jahren eine Bienen-AG gegründet. Der Elfjährige weiß: In einem Bienenstock leben Zehntausende Insekten. „Das sind echt viele auf einmal“, findet Karim.

Plätzchen gebacken und Müsli verfeinert

Eine Bienen-AG hat das ganze Jahr über zu gut tun. Im Winter haben die Schüler zusammen mit Lehrerin Anja Köhler und Imker Helmut Opitz Rahmen für die Bienenwaben gebaut. Mit dem geernteten Honig, der nicht verkauft wurde, haben sie Plätzchen gebacken und Müsli verfeinert. Außerdem wurden Deko-Bienen gestaltet, die bald den Verkaufsstand schmücken sollen.

Inzwischen kontrollieren Karim, Jan, Luca und die anderen Mitglieder der AG jede Woche die Bienenwaben. Der 13-jährige Jan zündet vorsichtig einen Smoker an. Mit diesem Gerät wird Rauch zu den Bienen gepustet. „Die Bienen sind beschäftigt, sie denken, sie müssen sich in Sicherheit bringen“, erklärt Jan. Während die Tiere abgelenkt sind, können die Jung-Imker in Ruhe die Wabe auf Honig, Eier und Larven untersuchen.

Nektar aus Krokussen und Lindenblüten

„Der erste Honig wird wohl Mitte Juni geerntet werden“, sagt Anja Köhler. Die Sammlerinnen unter den Bienen haben dann den Nektar aus Krokussen, Lindenblüten, Akazien, aber auch Wildkräutern wie Löwenzahn zur Vincenz-von-Paul-Schule gebracht.

Die Schüler haben schon gelernt, den Honig aus den Waben zu schleudern. Wichtig: Wenn der Honig im Eimer gelandet ist, muss immer gerührt werden. Damit sich keine Zuckerkristalle bilden, die den Honig verklumpen lassen.

Im vergangenen Jahr konnten die Kinder 200 Gläser mit dem süßen Saft füllen. Und dann wurden die Jung-Imker zu Geschäftsleuten. Auf Stadtteil-Festen und Schulfeiern wurden alle Gläser restlos verkauft.

(Corinna Zak)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben