Kulturhauptstadt

Rijeka und Galway widmen das ganze Jahr der Kultur

Die kroatische Hafenstadt Rijeka ist im Jahr 2020 Europäische Kulturhauptstadt.

Die kroatische Hafenstadt Rijeka ist im Jahr 2020 Europäische Kulturhauptstadt.

Foto: Borko Vukosav / Rijeka 2020 European Capital of Culture

Die Städte Rijeka in Kroatien und Galway in Irland sind 2020 Europäische Kulturhauptstädte. Für Kinder gibt’s Aktionen und Musikprojekte.

In Europa gibt es jedes Jahr ausgewählte Städte, die „Kulturhauptstadt“ genannt werden. Während des ganzen Jahres gibt es viele Veranstaltungen, die unter einem bestimmten Thema stehen. Kulturhauptstädte 2020 sind Rijeka in Kroatien und Galway in Irland.

Rijeka ist eine Hafenstadt am Mittelmeer. Sie ist die drittgrößte Stadt Kroatiens und wird auch als Tor zu den Inseln bezeichnet. Der Name Rijeka passt zu ihr: Er bedeutet auf Deutsch „Fluss“. Auf den ersten Blick wirkt die Stadt mit den Hochhäusern und Hafenanlagen nicht besonders schön. Allerdings gibt es in Rijeka viele historische Gebäude und Orte zu sehen, zum Beispiel die Burg von Trsat.

Rijeka: Karnevalsparade am Sonntag

Als Kulturhauptstadt 2020 hat Rijeka sich das Motto „Hafen der Vielfalt“ ausgesucht. Vieles dreht sich um die Themen Wasser, Arbeit und Migration. An der traditionellen Karnevalsparade am 23. Februar nehmen jedes Jahr viele Karnevalsfans aus Kroatien und anderen Ländern teil. In diesem Jahr wird es dabei auch Auftritte besonderer Gäste geben.

In Rijeka gibt es aber nicht nur Lesungen, Konzerte, Filmvorführungen und Kunstausstellungen für Erwachsene, sondern auch ein Kinderprogramm. Ein „Haus der Kinder“ organisiert Aktionen für Kinder, Eltern und Großeltern aus Kroatien und anderen Ländern. Dazu zählt das zweiwöchige Tobogan-Festival in den Sommerferien.

Galway: Cafés und Straßenmusiker

Die irische Hafenstadt Galway ist eine traditionsreiche Stadt mit irischen Bars (Pubs), Museen und mittelalterlichen Bauten. Und es gibt das Latin Quarter – ein Viertel mit vielen kleinen Cafés und Straßenmusikern. In Galway dreht sich in diesem Jahr vieles um die Themen Sprache, Landschaft und Migration.

Das gesamte Kulturhauptstadt-Jahr ist nach einem alten Kalender aufgebaut, dem „keltischen Kalender“. Er orientiert sich an den vier Jahreszeiten. Jede Jahreszeit wird durch eine Feuershow eingeleitet. Es gibt eine Veranstaltung namens „Hope it rains“ („Hoffentlich regnet es“), die bei Regen stattfindet. Davon gibt es in Galway nämlich viel. Spiele und Installationen sollen dabei zeigen, dass Aktionen im Freien auch bei schlechtem Wetter Spaß machen.

Projekt: Kinder lernen Instrumente

Als Kulturhauptstadt bietet Galway auch ein extra Projekt für Schulkinder an. Sie können zum Beispiel an Filmcamps teilnehmen. Außerdem gibt es das Symphonic Schools Programm. Grundschüler bekommen Instrumente, lernen musizieren und bilden ein neues Schulorchester.

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