Kino

Pu der Bär kehrt zurück – ganz leise

Die Plüschtiere wirken alt, sind aber frisch aus dem Computer.

Foto: 2018 Disney Enterprises

Die Plüschtiere wirken alt, sind aber frisch aus dem Computer.

Was passiert, wenn alte Kuscheltiere ihren Lieblings-Menschen retten müssen? Das könnt ihr in dem neuen Kinofilm „Christopher Robin“ sehen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Im Kino wimmelt es von Bären. Fast alle Kinder lieben die großen Zotteltiere. Deshalb spielen sie in so vielen Filmen die Hauptrolle: Jeder kennt Balou und Paddington, den Kung Fu Panda, Käpt’n Blaubär oder Lars, den kleinen Eisbären. Ihre Kino-Abenteuer sind lustig, die Zuschauer lachen oft laut und die Bilder auf der Leinwand strahlen knallbunt. Doch es gibt noch einen Bären, der anders ist: Pu! Wenn er am 16. August in dem Film „Christopher Robin“ in die Kinos kommt, wird es in den Sälen stiller sein als bei seinen Bären-Kollegen. Pu ist ein schüchterner Teddy – deshalb möchten ihn die Menschen seit fast hundert Jahren knuddeln.

Das furchtsame Ferkel

Die Knopfaugen blicken immer besorgt in die Welt. Sein Fell ist blass, nicht so goldgelb wie in den Disney-Zeichentrickfilmen über Winnie Puuh, der in den neueren deutschen Büchern Pu der Bär heißt. Auch die anderen Tiere im Film sehen aus wie Kuscheltiere, die man auf dem Dachboden der Großeltern gefunden hat. Da kommen sie ja auch her: Der englische Schriftsteller Alan Alexander Milne hat Pu im Jahr 1926 für seinen Sohn Christopher Robin erfunden. Die Geschichten wurden ein Welterfolg. Sie handeln von den Abenteuern, die Christopher mit Pu, dem griesgrämigen Esel I-Ah, dem furchtsamen Ferkel oder dem überglücklichen Tigger erlebt. Es sind kleine Abenteuer, großartig ist, wie die Freunde darüber sprechen. Viele Sätze aus den Büchern wurden berühmt, weil sie nachdenklich machen. Zum Beispiel: „Welchen Tag haben wir?“ „Es ist heute“, quiekte Ferkel. „Mein Lieblingstag“, sagte Pu. Es dauert eine Weile, bis man kapiert, wie weise der Bär ist. Und wie gutmütig. „Pu der Bär“ ist eines der wichtigsten Bücher über Freundschaft. Das zeigt auch der Film. Christopher Robin (gespielt von Ewan McGregor) ist erwachsen. Er arbeitet dauernd und vernachlässigt seine Familie. Die Kindheit im Hundertmorgen-Wald ist vergessen. Höchste Zeit, dass seine alten Kumpel ihm helfen. Die Plüschtiere reisen nach London und sorgen dort natürlich für lustige Zwischenfälle. Aber viele Action-Szenen gibt es nicht. Dafür kluge Sätze und kuschelige Bilder in sanften Farben. Ein Film, den man so lieb haben muss wie einen alten Teddy.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik