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Proteste in den USA: Warum viele Menschen so wütend sind

In der Stadt Anaheim in den USA knien Demonstranten während einer Demonstration. Vor einigen Jahren begannen amerikanische Football-Spieler damit, sich als Zeichen des Protests gegen Rassismus und Polizeigewalt beim Singen der Nationalhymne hinzuknien. Seitdem wird diese Geste von vielen Menschen verwendet.

In der Stadt Anaheim in den USA knien Demonstranten während einer Demonstration. Vor einigen Jahren begannen amerikanische Football-Spieler damit, sich als Zeichen des Protests gegen Rassismus und Polizeigewalt beim Singen der Nationalhymne hinzuknien. Seitdem wird diese Geste von vielen Menschen verwendet.

Foto: Jae C. Hong / dpa

In dem Land USA gibt es im Moment an vielen Orten Proteste und Demonstrationen. Das hat vor allem mit Tod eines Mannes zu tun. Aber nicht nur.

Aus Protest halten die Menschen eine Faust in die Luft. Manche knien sich auch auf den Boden. In den Vereinigten Staaten von Amerika versammelten sich in letzter Zeit immer wieder Tausende Menschen, um zu protestieren. Teilweise verliefen die Proteste verliefen friedlich. Es kam aber auch immer wieder zu Gewalt. Menschen lieferten sich Kämpfe mit der Polizei. Sie zündeten Autos an oder plünderten Geschäfte. Auch viele Journalisten, die über die Proteste berichten wollten, wurden verletzt – von Demonstranten, aber auch von Polizisten.

Dass viele Menschen in den USA so wütend sind, hat mit einem Mann namens George Floyd zu tun. Er war vor etwa zwei Wochen nach einem Polizei-Einsatz gestorben. Leute haben den Vorfall gefilmt. In dem Video ist zu sehen, wie ein Polizist George Floyd ziemlich brutal behandelt. Manche glauben: Es kam aus rassistischen Gründen dazu. Sie vermuten also, dass George Floyd wegen seiner dunklen Hautfarbe so brutal behandelt wurde. Der Polizist in dem Video hat helle Haut.

Menschen fordern Gerechtigkeit

Viele dunkelhäutige Menschen in den USA beklagen sich darüber, dass sie anders behandelt werden als Menschen mit heller Haut. Der Polizei wird zum Beispiel vorgeworfen, dunkelhäutige Menschen öfter und strenger zu kontrollieren. Und George Floyd ist auch nicht der erste dunkelhäutige Amerikaner, der im Zusammenhang mit einem Polizeieinsatz gestorben ist.

Es macht also nicht allein der Tod von George Floyd die Leute wütend. Es geht auch darum, dass so etwas häufiger vorkommt. Nun fordern die Menschen bei den Protesten auf Plakaten zum Beispiel: „Gerechtigkeit für George Floyd“. Die beteiligten Polizisten wurden nach dem Vorfall entlassen. Einer wurde angeklagt.

Viele sind wütend auf Donald Trump

Viele Menschen in den USA ärgern sich im Zusammenhang mit den Protesten auch über den Präsidenten, Donald Trump. Er veröffentlicht auf Twitter zum Beispiel immer wieder Nachrichten, die auf viele so wirken, als wolle er die Gewalt nicht stoppen, sondern weiter anheizen. Er drohte zum Beispiel damit, auf gewalttätige Demonstranten schießen zu lassen.

Viele Amerikaner waren schon vor den Protesten der Meinung, dass Donald Trump sich oft rassistisch äußert und dass seine Politik Menschen mit dunkler Haut oder Einwanderer unfair behandelt. Es gibt aber auch viele Amerikaner, die gut finden, was Donald Trump sagt und tut. Seit seiner Wahl zum Präsidenten im Jahr 2016 ist die Stimmung zwischen diesen beiden Gruppen deshalb angespannt.

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