Coronavirus

Covid-19, Geisterspiel und Co.: Das Corona-Wörterbuch

Durch das neue Coronavirus reden benutzen viele Menschen aktuell viele Wörter, die etwas mit dem Virus zu tun haben.

Durch das neue Coronavirus reden benutzen viele Menschen aktuell viele Wörter, die etwas mit dem Virus zu tun haben.

Foto: CDC / dpa

Mit dem Coronavirus tauchen viele verschiedene Wörter auf, die damit etwas zu tun haben. Wir erklären die Begriffe in unserem Corona-Wörterbuch.

Sprache ‌–‌ Durch das neue Coronavirus tauchen aktuell viele verschiedene Wörter auf, die in diesem Zusammenhang verwendet werden. Da kann man schon mal den Überblick verlieren. Was bedeutet es, wenn die Menschen von einer Pandemie sprechen? Was versteht man unter Quarantäne? Wir haben ein Corona-Wörterbuch zusammengestellt.

Behelfs-Mund-Nasen-Schutz

Dieser sehr lange Ausdruck beschreibt eine einfache Stoffmaske. Seit Montag muss man in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften eine solche Maske tragen. Viele sind improvisiert hergestellt, zum Beispiel mit einem Baumwolltuch. Die Bezeichnung soll verdeutlichen, dass diese Maske nicht aus der Medizin kommt. Sie ist also keine medizinische Schutzmaske.

Corona-Bonds

Durch das Coronavirus geht es der Wirtschaft in den meisten Ländern schlecht. Viele Läden sind zum Beispiel geschlossen, dadurch ist immer weniger Geld im Umlauf. Manche Länder fordern daher sogenannte Bonds. Das sind Anleihen. Länder wie Italien und Spanien fordern, dass alle Länder der Europäischen Union gemeinsam Geld leihen. Sie finden, dass dies ein wichtiges Zeichen für Zusammenhalt wäre. Andere Länder wie Deutschland sind jedoch dagegen. Denn wer Geld leiht, muss es irgendwann zurückzahlen, inklusive einer Gebühr. Länder wie Deutschland befürchten, dass sich andere Länder bei diesem Vorgehen zu sehr auf Deutschland verlassen und sich selber keine Mühe geben, die Schulden zu begleichen.

Covid-19

Das Wort „Coronavirus“ benutzen aktuell sehr viele Menschen. Doch auch den Ausdruck Covid-19 hört man oft. Covid-19 heißt die Krankheit, die durch das Coronavirus ausgelöst wird. Wie diese Krankheit sich genau auswirkt, ist sehr unterschiedlich. Manche Menschen haben gar keine Symptome und merken gar nicht, dass sie die Krankheit bekommen haben. Andere bekommen Fieber und trockenen Husten. Aktuell gibt es noch keine Medikamente, welche die Krankheit stoppen könnten. Einige Forscher versuchen aber gerade einen Impfstoff zu entwickeln, damit sich die meisten gar nicht erst anstecken.

Exit-Strategie

Schon seit einigen Wochen gibt es wegen des Coronavirus verschiedene Regeln. Dazu gehört zum Beispiel das Kontaktverbot. Viele Geschäfte und Schulen haben noch geschlossen, Veranstaltungen sind weitgehend abgesagt. Manche Politiker beschäftigen sich mit einer „Exit-Strategie“. Exit bedeutet Ausgang und meint den „Ausgang aus diesen Maßnahmen“. Schon jetzt wurden einige Regeln gelockert. Die Schulen sind teilweise wieder geöffnet, das Gleiche gilt für Geschäfte. Manche Politiker halten es für wichtig, dass das alltägliche Leben schnell zurückkehrt. Andere kritisieren das Vorgehen. Sie sagen, dass es noch zu früh wäre für so einen Schritt.

Geisterspiel

Vielleicht habt ihr den Begriff im Zusammenhang mit Fußball während der Corona-Zeit gehört. Geisterspiele haben rein gar nichts mit Geistern zu tun. Als Geisterspiel bezeichnet man zumeist Fußballspiele, bei denen keine Zuschauer im Stadion anwesend sind. Dadurch soll verhindert werden, dass sich viele Menschen mit dem Virus anstecken. Das bisher einzige Geisterspiel der Fußball-Bundesliga war die Partie Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln am 11. März.

Herdenimmunität

Wer immun gegen eine Krankheit ist, der kann sie nicht mehr bekommen. Möglich ist das zum Beispiel durch einen Impfstoff. Oder, wenn jemand die Krankheit bereits hatte. Von Herdenimmunität spricht man, wenn genug Leute bereits gegen eine Krankheit immun sind. Dann kann sich die Krankheit nicht weiter ausbreiten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht aktuell eine Herdenimmunität beim Coronavirus noch weit entfernt. Dafür hätten sich weltweit noch zu wenige Menschen mit dem Virus angesteckt.

Homeoffice

Viele Erwachsene gehen aktuell nicht zur Arbeit. Das heißt aber nicht, dass sie nicht arbeiten. Sie machen dann „Homeoffice“. Das bedeutet, dass sie von zu Hause aus arbeiten. Für viele bedeutet das eine große Umstellung. Statt auf der Arbeit mit den Arbeitskollegen zu sprechen, finden die Gespräche über das Telefon statt. Viele nutzen auch eine Videokonferenz. Das heißt, dass die Arbeitskollegen sich nicht nur hören, sondern auch sehen können.

Inkubationszeit

Der Begriff Inkubationszeit stammt aus der Infektiologie. Das ist die Wissenschaft, die sich mit Infektionskrankheiten beschäftigt. Dazu zählt auch das Coronavirus. Die Inkubationszeit beschreibt dabei den Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit. Also bis zu dem Zeitpunkt, zu dem sich zum Beispiel erste Symptome zeigen. Diese Zeit kann einige Stunden betragen, manchmal auch mehrere Tage. Bei der Grippe spricht man von ein bis vier Tagen Inkubationszeit, beim Coronavirus von bis zu 14 Tagen

Kontaktverbot

Viele Politiker sprechen aktuell davon, dass sie „die Kurve flach halten“ wollen. Das bedeutet, dass sich das Virus so langsam wie möglich ausbreiten soll. Dafür wurde ein Kontaktverbot ausgesprochen. Seitdem darf man nur noch mit Menschen aus dem eigenen Haushalt draußen unterwegs sein oder mit einer einzelnen Person, die nicht im Haus wohnt. Dadurch sollen weniger Menschen krank werden.

Pandemie

Als Pandemie bezeichnet man einen Virus, der sich über viele Länder und Kontinente hinweg ausbreitet. Die Krankheit ist also nicht nur auf einen Ort beschränkt. Das Coronavirus hatte seinen Ursprung vermutlich in China. Mittlerweile gibt es aber viele Fälle auf der ganzen Welt. Zum letzten Mal gab es eine Pandemie vor rund 20 Jahren. Das Virus damals hieß „Sars“.

Quarantäne

Wer sich mit dem Coronavirus angesteckt hat oder bei wem der Verdacht besteht, der muss in Quarantäne. Das bedeutet, dass diese Person für zwei Wochen zuhause bleiben muss und nicht raus darf. Das soll verhindern, dass diese Person weitere Menschen ansteckt. Das Wort Quarantäne kommt von dem italienischen Wort „quaranta“, was 40 bedeutet. Im Mittelalter gab es in Italien eine sehr schlimme Krankheit. Seefahrer mussten deshalb 40 Tage lang auf ihrem Schiff bleiben, bevor sie an Land anlegen durften.

Risikogruppe

Es ist immer wieder zu lesen, dass wir während der Corona-Zeit besonders Risikogruppen schützen müssen. Der Name verrät es schon: Damit sind Menschen gemeint, für die eine Erkrankung durch das Coronavirus ein besonders hohes Risiko darstellt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Krankheit besonders schlimm verläuft, ist bei Menschen, die 50 Jahre oder älter sind, besonders hoch. Auch Menschen mit Vorerkrankungen gehören zur Risikogruppe.

Verdachtsfall

Wenn ein Mensch typische Krankheitssymptome des Coronavirus hat, sollte er sich telefonisch beim Arzt melden. Zu den Symptomen zählen unter anderem Husten, Halsschmerzen und Fieber. Der Arzt entscheidet dann, ob die Symptome auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus hinweisen. Ist das der Fall, ordnet der Arzt einen Test an. Ab diesem Moment spricht man von einem Verdachtsfall. Der Patient steht unter dem Verdacht, sich mit dem Virus angesteckt zu haben. Erst das Testergebnis zeigt, ob die Person wirklich erkrankt ist.

Virologie

Die Virologie bezeichnet die Erforschung der Viren. Dazu gehört auch das Coronavirus. Einen Menschen, der sich mit Virologie beschäftigt, bezeichnet man als Virologe oder Virologin. Ein bekannter Virologe währen der Corona-Zeit ist zum Beispiel Christian Drosten. Bekannt ist er vor allem, weil er seit Ende Februar als Experte in einem Podcast auftritt. Dort gibt er Einschätzungen zur aktuellen Lage mit dem Virus. Natürlich beschäftigen sich aktuell viele Virologen mit dem Virus.

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