Kinderreporter-Interview

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet verrät Privates

| Lesedauer: 7 Minuten
Simon Hardt (12), Jara Milke (11), Coleen Schaar (11) und Michel Kleine Vennekate (10) (v.l.) interviewten den NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet.

Simon Hardt (12), Jara Milke (11), Coleen Schaar (11) und Michel Kleine Vennekate (10) (v.l.) interviewten den NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet.

Foto: Lars Heidrich

Düsseldorf.   Kinderreporter-Interview, Teil 2: Der NRW-Ministerpräsident erzählt, was er gerne isst und was er auf eine einsame Insel mitnehmen würde.

Die Kinderreporter Coleen (11), Michel (10), Jara (11) und Simon (12) interviewten den NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet. Im zweiten Teil des Gesprächs geht es um seine Hobbys, seine Kinder, sein Lieblingsessen und andere private Dinge.

Simon: Was war Ihr Berufswunsch, als Sie so alt waren wie wir?
Ich wollte mal Lehrer werden. Und Journalist. Nach meinem Jura-Studium habe ich auch als Journalist gearbeitet. Irgendwann wollte ich mal kurzzeitig Priester werden.

Coleen: Haben Sie Vorbilder und wenn ja, welche?
Ich finde manche frühere Politiker gut, aber es gibt keinen, bei dem ich sagen würde: Ich will so sein wie er. Man muss schon sein, wie man selbst ist. Jeder hat seine eigene Art und seine eigenen Schwerpunkte. Wenn du das politisch fragst, finde ich Konrad Adenauer, den ersten Bundeskanzler, ganz toll.

Simon: Was ist Ihr Lieblingsessen und was mögen Sie gar nicht?
Dicke Bohnen mag ich gar nicht. Wenn ich wählen kann zwischen Fleisch und Fisch, wähle ich meistens Fleisch. Ich esse gerne Nudeln und besonders gern italienische Pasta.

Coleen: Spielt Religion eine wichtige Rolle für Sie?
Ich bin Katholik und ein gläubiger Mensch, aber ich denke nicht jeden Tag von morgens bis abends an Religion. Es ist wichtig und hat mich auch geprägt, von der Kinderkommunion angefangen über die Jugendgruppe und die Gemeinde. Aber im Alltag gibt es wenige Momente, in denen man in Ruhe über Religion nachdenken kann. Es gibt so viele Termine.

Coleen: Haben Sie bei Ihrer Arbeit schon mal etwas bereut? Klar, in meinem langen politischen Leben gibt es bestimmt etwas, bei dem ich sage: Das hätte man vielleicht anders machen können. Seit ich Ministerpräsident bin, ist das aber nicht so viel. Ich bin ja erst seit einem Jahr im Amt.

Simon: Was ist Ihr Lieblingsreiseziel?
Ich mache gern Urlaub am Bodensee. Als Urlaubsland finde ich Italien am schönsten. Aber reisen kann man natürlich auch in schöne Städte. Da finde ich viele Städte toll, zum Beispiel Paris, Rom, London und New York. Es gibt auch viele schöne Orte in Nordrhein-Westfalen, die ich sehr gern besuche, zum Beispiel die Vulkanseen in der Eifel, unsere Schlösser im Münsterland oder die Externsteine in der Region Lippe: Das sind 40 Meter hoch aufragende Felsen, die es so nur bei uns in Nordrhein-Westfalen gibt und sie gehören zu den bekanntesten Naturdenkmälern Deutschlands.

Jara: Wie alt sind Ihre Kinder?
Mein älterer Sohn ist 29, meine Tochter ist 26 und mein jüngerer Sohn ist 23.

Jara: Engagieren sich Ihre Kinder auch in der Politik?
Nein, sie machen ganz andere Sachen. Der Jüngste macht sehr viel Sport und will Sportjournalist werden. Politiker ist keiner von ihnen. Sie sind interessiert an Politik, aber wollen es nicht selbst machen. Man muss ja auch zum Glück nicht das gleiche machen wie der Vater.


Michel: Müssen Sie in der Eisdiele das Eis bezahlen oder sagt der Verkäufer: „Ist kostenlos. Sie sind ja Herr Laschet!“?
Wenn er das sagen würde, würde ich sagen: Ich möchte aber bezahlen.

Simon: Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Welche Hobbys haben Sie?
Ab und an bin ich früher zum Fußball gegangen, zu Alemannia Aachen. Das ist im Moment aber nicht so spannend, weil sie abgestiegen sind. Früher war ich bei jedem Heimspiel. Ich gucke gern Fußball im Fernsehen und natürlich auch die Fußballweltmeisterschaft. Ich lese auch gerne. Meine Frau ist Buchhändlerin. Sie gibt mir immer Tipps, welche tollen neuen Bücher es gibt.

Coleen: Haben Sie viel Zeit für Ihre Familie und für Freunde?
Zu wenig. Gute Freundschaften sind mir aber wichtig, die muss man pflegen. Ich versuche deswegen, mir immer wieder Zeit frei zu halten, um Freunde zu treffen. Auch für die Familie halte ich mir immer Zeiten frei. Ich habe eine ziemlich große Familie. Ich habe drei Brüder und meine Frau hat drei Schwestern, jeweils mit vielen Kindern, so dass es immer viele Familienfeste gibt. So bin ich oft am Wochenende, wenn es passt, mit der Familie zusammen.

Jara: Was hatten Sie als Kind für Hobbys?
Ich habe viel Fußball gespielt. Und ich habe Autogramme gesammelt und Musik gehört.

Jara: Welche Spiele haben Sie gern mit Ihren Kindern gespielt?
Sie haben immer sehr viel mit Playmobil gespielt. Es hat immer Spaß gemacht, damit Dinge zu bauen. Das Ratespiel „Trivial Pursuit“ haben wir viel gespielt. Wenn wir in Urlaub gefahren sind, haben wir „Ich sehe was, was du nicht siehst“ gespielt.

Simon: Schreiben Sie Ihre Reden selbst? Die besten Reden sind die, die man frei hält, also am besten ohne Manuskript, das man vorher schreibt. Aber es sind natürlich oft so spezielle Themen, dass ich mir Hilfe hole. Ich war zum Beispiel bei einer Ausstellungseröffnung in Duisburg, wo ich über einen berühmten Künstler sprechen sollte. Ich kann mich zwar ein bisschen einlesen, aber die Rede schreibt dann jemand für mich, der sich richtig gut auskennt. Die Rede lese ich vorher und halte sie, wenn ich es schaffe, auch frei. Und oft habe ich auch eigene Ideen und Gedanken, die ich dann in die Rede einbaue.

Simon: Haben Sie Bodyguards?
Bei öffentlichen Terminen werde ich von Polizisten begleitet, die gut aufpassen, ja.

Simon: Wie viele Mitarbeiter haben Sie?
In der Staatskanzlei, also in meinem Amtssitz, an dem ich die Regierungsgeschäfte führe, sind es ungefähr 400. Ganz enge Mitarbeiter habe ich etwa 20, mit denen ich im Alltag mehr zu tun habe.


Michel: Ist es schon mal passiert, dass Sie zu einem Termin zu spät gekommen sind?
Das passiert schon ab und zu mal, weil ich zum Beispiel vorher noch einen anderen Termin hatte, der plötzlich länger dauerte. Oder weil ich per Auto zum Termin muss und unterwegs ist Stau. Dann kommt man leider manchmal zu spät. Ich versuche das möglichst zu vermeiden, weil es für die Menschen nicht schön ist, wenn sie da sitzen und warten. Wichtig ist, dass man sich entschuldigt, wenn man zu spät kommt.

Jara: Was war Ihr Lieblingsfach in der Schule?
Geschichte, Deutsch und Erdkunde.

Michel: Welche drei Sachen würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
Eine Bibel, einen Ball und eine Hängematte. Ein Handy geht ja nicht, es gibt ja dort keinen Strom und kein Internet.

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