EISBÄREN

Nanook erkundet mit ihrer Mama Lara die Welt

Zum ersten Mal im Wasser: Mama Lara und Nanook plantschen im kühlen Nass.

Foto: Rolf Vennenbernd

Zum ersten Mal im Wasser: Mama Lara und Nanook plantschen im kühlen Nass. Foto: Rolf Vennenbernd

Das Eisbärbaby durfte im Zoo zum ersten Mal an die frische Luft. Nanook tobte durch das Gehege und plantschte putzmunter im Wasserbecken.

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Nach 18 Wochen mit Eisbärmama Lara im Stall war es endlich so weit: Das kleine Eisbärmädchen Nanook konnte zum ersten Mal nach draußen. Nanook ist vier Monate alt und wohnt in der Zoom Erlebniswelt in der Stadt Gelsenkirchen. Damit sie behütet und gesund blieb, war Nanook in den ersten Monaten nur mit ihrer Mama Lara zusammen.


Aber jetzt war es Zeit für den ersten Ausflug in das Außengehege in dem großen Zoo. Am Anfang war das Eisbärmädchen zwar noch ein bisschen vorsichtig. Mama Lara musste zuerst vorgehen, aber dann gab es für Nanook kein Halten mehr. Sie hielt die schwarze Nase in die Luft, tapste los und tobte dann über den Rasen.

Gemeinsam mit ihrer Mutter ging Nanook schwimmen

Am großen Wasserbecken wartete auf das Eisbärbaby direkt die nächste neue Aufgabe: Gemeinsam mit ihrer Mutter ging Nanook schwimmen. Ganz übermütig planschte sie und ließ sich durchs Wasser treiben. Nur als sie wieder aus dem Becken wollte, wurde es schwierig. Mama Lara, die 13 Jahre alt ist, musste ihr beim Klettern helfen. 22 Kilogramm wiegt Nanook jetzt schon. Als sie im Dezember zur Welt kam, waren es nur 500 Gramm.

Von all den Fotografen, die bei Nanooks erstem Ausflug dabei waren, merkte die kleine Eisbärin nichts. Und die Zoo-Chefs waren froh, dass es Nanook so gut geht. Denn Eisbären sind in der Wildnis vom Aussterben bedroht. Sie werden gejagt, auch wenn es mittlerweile Gesetze gibt, die das verhindern sollen. Außerdem werden die Lebensräume des Eisbären in der Polarregion im Norden immer kleiner. Das liegt auch an der Klimaerwärmung. Dadurch schmilzt immer mehr Eis weg.

Viele Eisbärbabys sterben nach der Geburt

In den Zoos klappt es oft nicht mit dem Nachwuchs. Gerade in den ersten Monaten sterben viele Babys. Auch Nanooks zwei Brüder sind wenige Tage nach der Geburt im Dezember gestorben. Umso mehr freuen sich alle über das gesunde Eisbärmädchen. Sie ist das erste Eisbärkind im Zoom-Zoo in Gelsenkirchen.

Tierpfleger kümmern sich

Dort haben es die Tiere richtig gut. Tierpfleger kümmern sich um sie und die Tiere haben viel Platz zum Herumtollen. Um zu schauen, ob es Nanook gut geht, wurde sie in den letzten Wochen dauerhaft von einer Videokamera gefilmt.

Nanook lernt ihren Vater erst in zwei Jahren kennen

Ihren Namen hat Nanook durch eine Abstimmung erhalten. Es gab fünf verschiedene Namensvorschläge. Die meisten Menschen haben für Nanook abgestimmt. Dieser Name heißt übersetzt „Eisbär“. Er kommt aus der Sprache der Inuit , die in der Arktis leben, wo auch die Eisbären herkommen.


Ihren Papa Bill lernt Nanook erst in zwei Jahren kennen. Eisbären sind Einzelgänger, so dass der Vater sein Junges nicht akzeptieren würde. Wenn ihr Nanook und ihre Mama Lara auch kennenlernen wollt, könnt ihr die Zoom Erlebniswelt besuchen. Nanook lebt im Moment drinnen und draußen. Sie kann selbst entscheiden, ob sie im Außengehege toben oder sich lieber in den Stall zurückziehen will.

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