Umwelt

Nabu Kids aus Dortmund sind dem Lärm auf der Spur

Minea (11), Mariella (13), Finn (12) und Lisa (13) (v.li.), messen den Lärm an der Bundesstraße 1 in Dortmund. Für ihr Lärmhörbuch haben die Nabu Kids einen Preis gewonnen.

Minea (11), Mariella (13), Finn (12) und Lisa (13) (v.li.), messen den Lärm an der Bundesstraße 1 in Dortmund. Für ihr Lärmhörbuch haben die Nabu Kids einen Preis gewonnen.

Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

Die Nabu Kids aus Dortmund haben mit einem Hörbuch auf die Probleme von Lärm in der Stadt aufmerksam gemacht. Dafür bekamen sie nun einen Preis.

Minea, Mariella, Finn und Lisa stehen mit Mikrofonen an der vierspurigen Straße in Dortmund. Es ist ziemlich laut hier an der B1. Jede Sekunde sausen Autos und Lkw vorbei. Auf den ständigen Lärm in der Stadt haben die Nabu Kids mit einem erfolgreichen Projekt aufmerksam gemacht: Für ihr Hörbuch „Unerhörtes Dortmund“ haben sie den Sonderpreis des Dr.-Hermann-Klingler-Jugendpreises für Naturschutz gewonnen.

Leise und laute Orte

Die Idee für das Projekt hatten die jungen Naturschützer durch ihre Messungen. Lärm ist ein wichtiges Thema, das aber nur selten angesprochen wird. „Geräusche kann man hören, deswegen wollten wir auch was zum Hören machen“, sagt Mariella.

In dem Hörbuch geht es um zwei Mädchen, die für eine Woche Besuch von Austauschschülern bekommen. Ihre Gäste erleben in Dortmund einerseits ländliche Ruhe, aber auch städtischen Lärm. Gemeinsam erkunden die Kinder die Stadt auf der Suche nach besonders leisen und lauten Orten. Sie überlegen sich Ideen, wie es in Dortmund weniger Lärm geben könnte.

Smartphone-Apps messen die Lautstärke

Minea, Mariella, Finn und Lisa haben die Figuren im Hörbuch gesprochen. „Wir haben vier Stunden Aufnahmen für acht Minuten Hörspiel aufgenommen“, sagt Finn. Für die Messungen haben sie Geräuschpegelmesser verwendet. „Es gibt aber auch Smartphone-Apps, mit denen man die Lautstärke messen kann“, sagt Melanie Nimptsch. Sie leitet die Nabu-Gruppe.

Die Einheit, in der Lautstärke gemessen wird, heißt Dezibel. Bei den Geräuschmessungen ist auch eine Lärmkarte entstanden, auf der leise und laute Orte markiert sind. Dazu gehören zum Beispiel der Westfalenpark und die Bundesstraße 1. Der Lärm von Autoauspuffen stört die Kinder besonders. „Durch den Lärm geht die Natur kaputt“, sagt Mariella. Viele Dinge, die Lärm produzieren, sind nämlich auch schlecht für die Umwelt. Aber es gibt noch mehr Probleme. „Es stresst einen“, sagt Finn.

Auf kleine Feuerwerke verzichten

Doch die Kinder haben auch Ideen, wie es in in der Stadt weniger Lärm geben kann. „Die Autos könnten langsamer fahren“, sagt Mariella. „Das schützt vor Unfällen und vor Lärm.“ Und auch für die lauten Silvester-Knaller haben sie schon eine Idee: „Man kann statt vieler kleiner Feuerwerke ein großes Feuerwerk oder eine Lichtershow wie in Sydney machen“, sagt Finn.

Infos: nabu-dortmund.de

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