Geschichte

Max und Noah segelten mit einem alten Römerschiff

Max (9, im weißen T-Shirt) und sein Cousin Noah (9) machten eine Probefahrt mit dem Römerschiff „Minerva Tritonia" über die Xantener Südsee.

Foto: Lars Heidrich

Max (9, im weißen T-Shirt) und sein Cousin Noah (9) machten eine Probefahrt mit dem Römerschiff „Minerva Tritonia" über die Xantener Südsee.

Zwei Jungen haben mitgeholfen, ein Boot aus alten Zeiten nachzubauen. Jetzt durften sie damit Probe fahren – bevor es ins Museum kommt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Am Geruch erkennen Max und Noah „ihr“ Schiff sofort wieder. „Das riecht so schön nach Holz“, sagt der neunjährige Noah und sein Cousin Max stimmt zu. Das Römerschiff, auf dem die beiden jetzt stehen, ist ja auch fast komplett aus Holz gebaut – so wie es die alten Römer vor 2000 Jahren gemacht haben.

Das Boot wurde von den Experten im Archäologischen Park Xanten gebaut. Xanten ist eine Stadt am Niederrhein, die vor vielen vielen Jahren von den Römern gegründet wurde. Heute gibt es dort einen riesigen Park und ein Museum mit den Überbleibseln aus der alten Zeit, die dort gefunden worden sind.

Wrack wurde in Mainz gefunden

Manche Dinge bauen die Wissenschaftler nach, um zu erforschen, wie die Römer das damals gemacht haben. So ein Nachbau ist auch das Schiff, mit dem Max und Noah unterwegs gewesen sind. Vorbild ist ein Wrack, das in der Stadt Mainz gefunden wurde.

Zwei Jahre lang haben Experten an dem Segelboot gearbeitet. Max und Noah durften vor einiger Zeit für einen Tag beim Aufbau mithelfen. „Wir haben mit einer Gasflamme geflämmt und die Holzbretter gebogen“, erinnert sich Noah. Riesige Nägel hämmern und die Bretter sägen durften sie auch.

Als Belohnung für ihre Arbeit haben die beiden Jungen zusammen mit ihren Eltern eine der wenigen Fahrten mit dem Schiff über einen See in Xanten gemacht. Das Boot wird bald aus dem Wasser geholt und im Museum ausgestellt. Dann können Besucher es sich angucken.

Der Name einer Göttin

Noah und Max fanden die Fahrt auf jeden Fall ziemlich „cool“ – obwohl das Segel nicht so viel geholfen hat, weil kaum Wind wehte. Nur die Schwimmweste hat Max bei der Hitze ein bisschen ins Schwitzen gebracht: „Warum müssen wir die überhaupt tragen? Die Römer hatten doch auch ihre Rüstungen an und sind nicht untergegangen.“

Stimmt natürlich, aber die Sicherheit ist das Wichtigste. Dafür hatten die Römer damals kein Motorboot dabei, das ihr Schiff gezogen hat, wenn es windstill war. Da kamen dann die Paddel zum Einsatz oder es mussten zwei Männer aussteigen, um das Schiff mit einem Seil zu ziehen. Puh! Das klingt ganz schön anstrengend.

Das nachgebaute Römerboot hat den Namen „Minerva Tritonia“ und ist nach einer römischen Göttin benannt. Für die Menschen damals waren solche Boote sehr wichtig. Sie transportierten damit viele Waren über die Flüsse, zum Beispiel Öl oder schwere Steine.

>> DER APX

Das Römerschiff, mit dem Max und Noah auf dem Wasser waren, könnt ihr euch ab Montag selbst im Archäologischen Park in Xanten anschauen. Es steht dann im Trockenen vor der römischen Schiffswerft, in der schon ein neues Boot nachgebaut wird. Mehr Infos zum Park findet ihr im Internet unter: apx.lvr.de

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik