Kino

Lassie kommt ins Kino - Das ist der tierische Star im Film

Filmtiertrainerin Renate Hiltl mit Filmhund Bandit, der im Film "Lassie - Eine abenteuerliche Reise" mitspielt.

Filmtiertrainerin Renate Hiltl mit Filmhund Bandit, der im Film "Lassie - Eine abenteuerliche Reise" mitspielt.

Foto: LCH Film UG Warner Bros. Ent. GmbH Farina Klause

Der Hund Bandit spielt im Film „Lassie - Eine abenteuerliche Reise“ die Hauptrolle. Seine Filmtiertrainerin erzählt, wie sie mit ihm geübt hat.

Am 20. Februar kommt ein neuer Film über die berühmte Hündin Lassie ins Kino! Der tierische Star ist der Hund Bandit, er spielt Lassie. Renate Hiltl ist Filmtiertrainerin und hat Bandit für den Film trainiert – aber nicht nur ihn.

Sie haben vier Hunde für den Film trainiert. Warum nicht nur einen?

Bandit kam am meisten zum Einsatz. Aber berühmte Schauspieler haben ja auch ein Double, das zum Beispiel gefährliche Filmszenen für sie übernimmt. So ähnlich ist es auch bei Tieren. Wir haben mit vier Hunden gedreht, damit sie sich zwischendurch abwechseln können und Bandit auch mal Pause machen kann. Außerdem kann man nicht jedem Hund alles beibringen. Die Tiere sollen schließlich zu nichts gezwungen werden! Es gibt im Film eine Szene, bei der Lassie ins Wasser springt. Das hätte Bandit nie gemacht. Da musste also ein anderer Hund helfen.

Was muss ein Filmhund können?

Bei Lassie ist es natürlich besonders wichtig, wie der Hund aussieht. Bandit ist ein amerikanischer Collie. Nur diese Collies haben das weiße Gesicht, das für Lassie typisch ist. Bandit haben wir dann ausgewählt, weil er ein besonders fröhliches und offenes Wesen hat und außerdem gerne im Mittelpunkt steht.

Im Film gibt es noch einen tierischen Star, den Chihuahua-Mischling Toots. In einer Szene macht Toots einen Handstand. Wie haben sie ihr das beigebracht?

Man muss jeden Hund beobachten und schauen, welche körperlichen Eigenschaften er hat und was er anbietet. Das kann man nutzen. Einen Handstand sollte man nur mit kleinen, leichten Hunden üben. Man fängt mit einem Leckerli an, das man ganz nah am Boden hält, und stellt zum Beispiel eine Kiste hinter den Hund. Stück für Stück zeigt man ihm, dass er die Hinterpfoten nach oben nehmen soll. Klar, das ist keine natürliche Bewegung für einen Hund. Aber es gibt Hunde, die es anbieten. So wie Toots, die eigentlich Mokka heißt. Sie findet nasses Gras eklig und hebt in der Situation von selbst die Hinterpfoten an.

Geschichten über Lassie gibt es seit über 80 Jahren. Warum finden so viele Menschen Lassie toll?

Ich glaube, Lassie fasziniert uns wegen des schönen Fells und des hübschen Gesichts. Und es ist einfach schön, sich auf die Geschichte einzulassen und zu sehen, wie tief eine Freundschaft zwischen Mensch und Hund gehen kann. Was mir aber ganz wichtig ist: Bei aller Faszination mit Lassie sollte man immer bedenken, dass sie eine Filmfigur ist. Man sollte sich keinen Hund anschaffen, nur, weil er so aussieht wie Lassie. Ein Hund muss erzogen werden und er muss auch nachts raus. Ein Hund bedeutet viel Arbeit!

Wo ist Bandit jetzt?

Er liegt mir sozusagen gerade zu Füßen. Ich behalte die Tiere, mit denen ich arbeite, fast alle. Ich trainiere seit über vierzig Jahren Tiere für Filme und habe bisher nur für ganz wenige ein neues Zuhause gesucht.

Der Film: Eine aufregende Reise

Im Film „Lassie – Eine abenteuerliche Reise“ geht es um den Jungen Flo und seine Hündin Lassie. Flos Familie zieht in eine Wohnung, in der keine Tiere erlaubt sind. Sie müssen Lassie abgeben. Das gefällt weder Flo noch Lassie und beide machen sich auf den Weg, um einander wiederzufinden.

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