Klimawandel

Klima: Kinder machen sich Sorgen um die Wälder und Meere

| Lesedauer: 6 Minuten

In Brasilien gibt es immer wieder großflächige Waldbrände.

Foto: Corpo De Bombeiros De Mato Gross / dpa

Essen.  In der 100. Folge unserer Klimaserie „Unsere Erde - unsere Zukunft“ erzählen vier Kinder von ihren Sorgen und den Ideen für mehr Klimaschutz.

Im September 2020 haben wir eine neue Serie gestartet. Sie heißt „Unsere Erde – unsere Zukunft“. Seitdem ist jede Woche eine Folge erschienen. Darin haben wir schon viele Themen rund um das Klima und den Umweltschutz erklärt, zum Beispiel den Treibhauseffekt, erneuerbare Energien, Ernährung, nachhaltige Mode, Lebensmittelverschwendung, Müllvermeidung, Artenvielfalt und vieles mehr.

Am 3. August 2022 feiern wir ein Jubiläum, denn an diesem Tag erscheint die 100. Folge. Darin erzählen Kinder davon, wie sie mit den Nachrichten zum Klimawandel umgehen und wie sie selbst auf die Umwelt achten. Klara (9), Tim (9), Noah (10) und Paula (12) geben Antworten.

Liest du die Serie „Unsere Erde – unsere Zukunft“ regelmäßig?

Klara: Ja, ich lese das, die Themen sind interessant. Am liebsten lese ich etwas über neue Technologien.

Noah: Ich lese oft nur die Überschriften, weil ich schon vieles in der Schule dazu gelernt habe.

Auf der Erde wird es heißer und wir merken die Folgen, es gibt zum Beispiel stärkere Unwetter, Dürren und Waldbrände. Was empfindest du, wenn du das hörst?

Tim: In Südfrankreich habe ich einen Waldbrand gesehen und auch wie Flüsse ausgetrocknet sind. Das war letztes Jahr anders. Wenn ich das sehe, macht mich das traurig.

Klara: Ich finde das nicht schön und bin besorgt, dass sich Menschen und Tiere verletzen können. Sehr schrecklich fand ich das Bild eines Koalabären, der sich bei einem Waldbrand in Australien die Pfoten und das Fell verbrannt hat. Viele Tiere sterben wegen der Brände.

Noah: Wenn ich erlebe, wie heiß es draußen ist, macht es mir Angst und ich fühl mich unwohl.

Paula: Ich habe manchmal schon ein bisschen Angst, weil ich nicht weiß, was in der Zukunft ist und ob wir dann zum Beispiel noch so viel Getreide haben. Es wird ja vieles mit Getreide hergestellt und wenn das jetzt alles nicht wachsen kann, haben wir also weniger und dann habe ich Angst, dass es später gar keins gibt.

Bist du schon mal bei einer Demo für den Klimaschutz gewesen?

Klara: Nein ich war, wegen Corona, noch bei keiner Demonstration.

Tim: Nein, aber ich finde es gut, wenn viele Menschen auf die Straße gehen, um für den Klimaschutz zu demonstrieren.

Paula: Ich will es unbedingt mal machen. Ich finde Fridays for Future super und finde es echt toll, was Greta Thunberg macht.

Noah: Ich war leider noch nie auf einer Demo, möchte aber hin, weil es interessant ist. Fridays for Future, finde ich gut, weil sie der Umwelt helfen und auf Probleme hinweisen.

Tust du persönlich etwas für den Klimaschutz? Hast du in letzter Zeit dein Verhalten im Alltag verändert?

Paula: Meine Familie und ich holen immer mit Rucksäcken die Brötchen anstatt die Plastiktüten, und wir haben immer Taschen beim Einkaufen dabei, aber mehr haben wir bis jetzt nicht geändert. Ich habe schon mal festes Shampoo und Bambuszahnbürsten ausprobiert, aber das war beides nicht so toll. Wir versuchen, Duschgel ohne Plastik zu kaufen. Ich will aber definitiv mehr ändern und habe mir ein paar Bücher zu dem Thema gekauft.

Tim: In letzter Zeit kaufen wir weniger Plastikspielzeug und wenn ich dusche, dann versuche ich, weniger Wasser zu verschwenden.

Klara: Ich versuche, Strom zu sparen und weniger Müll zu produzieren. Oft fahre ich auch mit dem Fahrrad.

Noah: Ich habe mit meiner Klasse eine Spendenaktion geplant und durchgeführt für Bad Neuenahr. Wir haben Stofftaschen bedruckt und verkauft. Meine Familie und auch ich tun viele Dinge für die Umwelt. Wir fahren zum Beispiel viel Fahrrad, essen kaum Fleisch und kaufen viel im Unverpackt-Laden.

Hast du Sorgen, wenn du daran denkst, wie das Leben in Deutschland in 30 Jahren aussehen könnte?

Tim: Ich befürchte, dass es in Deutschland und auf der ganzen Welt viel mehr Waldbrände gibt.

Paula: Ich habe, wie schon gesagt, Angst, dass es später so etwas wie Getreide nicht mehr gibt, weil es so trocken ist. Ich habe außerdem Angst, dass Eisbären, Robben und Pinguine aussterben werden, weil das Eis schmilzt.

Noah: Ja, ich habe Sorgen und ich denke, dass es kein sauberes Trinkwasser mehr geben wird, weil es so heiß ist. Daher achte ich auch zum Beispiel darauf, kein Wasser zu verschwenden.

Klara: Ich habe Angst, dass es immer heißer wird und auch in Deutschland viele Waldbrände sein werden.

Was sind drei Dinge, die die Politik möglichst schnell umsetzen sollte?

Klara: Die Politik sollte zum Beispiel viele neue Windräder in der Nordsee bauen, um Energie zu bekommen. Wind ist immer genug an der Nordsee. Man sollte auch Notfallpläne für die Feuerwehr entwickeln und ihr mehr Ausrüstung geben.

Tim: Mehr recycelbare Verpackungen herstellen, weniger Abgase produzieren und mehr E-Autos benutzen.

Noah: Mehr Fahrräder und E-Autos zulassen, weniger Bäume fällen und Atomkraftwerke schließen.

Paula: Es sollte eine bessere Alternative für Plastikbehälter geben und es sollte irgendwas dagegen gemacht werden, dass immer so viel Müll in die Umwelt geschmissen wird. Außerdem sollte es klimafreundlichere Autos geben, aber auch keine Elektroautos, weil viele die nicht gut finden, da man sie ständig aufladen muss und das manchmal echt lange dauert.

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