Bildung

Kirsten Boie will schwache Leser besser fördern

Eine Stadtbücherei ist ein guter Ort für die Leseförderung.

Eine Stadtbücherei ist ein guter Ort für die Leseförderung.

Foto: dpa

Die Kinderbuchautorin hat im Internet eine Aktion gestartet. Sie findet es traurig, dass viele Kinder nicht gut lesen können.

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Die Autorin Kirsten Boie konnte es kaum glauben, als sie vor einigen Monaten eine neue Studie las: Fast jeder fünfte Viertklässler in Deutschland kann nicht richtig lesen. Viele Grundschüler haben Probleme, Texte gut zu verstehen. Sie kennen viele Wörter nicht und können sie auch nicht flüssig vorlesen. Wenn sie aus Familien kommen, in denen die Eltern nur schlecht Deutsch sprechen, ist es noch schwerer für sie. Denn zu Hause können sie nicht genug üben.

Kirsten Boie findet es traurig, dass es die Schulen in Deutschland nicht schaffen, alle Kinder sprachlich gut zu fördern. In der weiterführenden Schule haben schlechte Leser meist Probleme und schaffen keinen guten Abschluss. Deswegen hat Kirsten Boie im Internet eine Unterschriftenaktion gestartet. Sie will damit zeigen, dass das Lesen sehr wichtig ist und stärker gefördert werden muss.

Ganz viele Unterschriften

Die Aktion, für die Kirsten Boie Unterschriften sammelt, heißt „Jedes Kind muss lesen lernen“. Mehrere zehntausend Menschen haben schon unterschrieben, jeden Tag werden es mehr.

Kirsten Boie hat fünf Ideen, was man machen kann, damit Kinder in Deutschland bald wieder besser lesen können.

1. Sie fordert von den Politikern, die für Schule und Bildung zuständig sind, dass sie in den Schulen dafür sorgen, dass mehr gelesen wird. Das kann man zum Beispiel dadurch erreichen, dass Lehrpläne für den Unterricht verändert werden.

2. In kleinen Gruppen können Schüler besser lernen als in der großen Klasse. In solchen Gruppen lesen zu üben, kann daher hilfreich sein.

3. Es muss mehr Lehrer an Grundschulen geben. Im Moment haben wir einen großen Lehrermangel. Kirsten Boie fordert, dass schnell mehr Lehrer ausgebildet werden. Dafür muss es auch mehr Studienplätze an den Universitäten geben.

4. Es soll wieder mehr Schulbüchereien geben. Dort können Kinder Bücher ausleihen. Und es soll mehr Lesungen in den Schulen geben. Wenn Kinder einen Autor oder eine Autorin persönlich kennenlernen, finden sie das sehr spannend – und die Bücher auch.

5. Es sollte viel mehr Geld für das Lesenlernen ausgegeben werden. Kirsten Boie meint, die Bundesländer sollten nicht nur Geld für Computer und digitale Ausstattung in den Schulen ausgeben, sondern dürften auch das Lesen nicht vergessen.

Hier kann man die Online-Petition unterschreiben:
https://www.change.org/p/jedes-kind-muss-lesen-lernen

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