Gemeinschaftsspiele

Kinderspiel des Jahres: Magischer Wettlauf mit den Hexen

| Lesedauer: 2 Minuten
Jens-Peter Schliemann (links) und Bernhard Weber mit ihrer Kugelbahn-Spieleerfindung „Zauberberg“.

Jens-Peter Schliemann (links) und Bernhard Weber mit ihrer Kugelbahn-Spieleerfindung „Zauberberg“.

Foto: Simona Bednarek

„Zauberberg“ ist zum Kinderspiel des Jahres 2022 gekürt worden. Im Interview erzählen die beiden Erfinder, was das Brettspiel so besonders macht.

Das Teamspiel „Zauberberg“ hat gestern den Preis „Kinderspiel des Jahres 2022“ verliehen bekommen. Jens-Peter Schliemann und Bernhard Weber haben sich das Spiel ausgedacht. Im Interview erzählen die beiden, was das Besondere an ihrer Erfindung ist und warum sie als Autoren schon so viele Jahre zusammenarbeiten.

Was ist das Besondere an „Zauberberg“?

Jens-Peter: Wir haben eine Kugelbahn als Brettspiel verwirklicht. Gespielt wird kooperativ, also im Team: Die Spielerinnen und Spieler schlüpfen in die Rolle von Zauberlehrlingen und versuchen, gemeinsam besser zu sein als die Hexen.

Was müssen die Spielerinnen und Spieler tun, um zu gewinnen?

Bernhard: Sie müssen sich gut absprechen und Glück haben. Wer dran ist, zieht eine farbige Kugel aus einem Säckchen und entscheidet, in welche der sechs Öffnungen im oberen Bereich des schräg aufgestellten Spielplans er oder sie die Kugel den Berg hinunterrollen lassen möchte. Figuren, auf die die Kugeln treffen, dürfen auf der Wegstrecke versetzt werden. Schlau ist es, gemeinsam zu überlegen, welche Öffnung gerade die Beste wäre und wie die Zauberlehrlinge am schnellsten und vor den Hexen am Ziel ankommen.

Für wen ist das Spiel geeignet?

Jens-Peter: Obwohl es für Kinder gedacht ist, hat das Spiel auch für Erwachsene seinen Reiz. Selbst die 80-jährige Oma kann die Kugeln mit runterkullern lassen.

Und wer ist besser: Das Kind oder die Oma?

Bernhard: Das ist ja das Schöne: Niemand ist besser oder schlechter. Der Zufall entscheidet. Das war auch die Ausgangsidee, die uns angetrieben hat.

Jens-Peter: Genau. Auf dem Spielplan zeigt sich ja der einfachste Zufall, den es gibt. Eine Kugel rollt, kommt an eine Verzweigung und kann entweder nach rechts oder nach links. Die Chancen stehen 50:50, also gleich. „Zauberberg“ macht sozusagen den Zufall sichtbar. Das Zufällige ist das reizvolle Ungewisse in jeder Partie, die übrigens auch alleine gespielt werden kann.

Ihr arbeitet seit rund 20 Jahren als Autoren-Team zusammen. Warum?

Jens-Peter: Als Duo kann man Dinge gemeinsam ausprobieren. Außerdem hilft der Blick eines Anderen, wenn man mal stockt und nicht weiterkommt.

Über die Erfinder

Jens-Peter Schliemann ist 54 Jahre alt, Mathematiker und hauptberuflich Spieleautor. Außerdem gibt er Workshops zur Brettspielentwicklung.

Bernhard Weber ist 53 Jahre alt. Sein Geografie-Studium hat ihn zu seiner ersten Spieleentwicklung angeregt. Seit 2008 ist er hauptberuflich Spieleerfinder. Beide Autoren leben in Bonn.

Weitere Informationen findest du hier:

www.spiel-des-jahres.de

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