Wirtschaft

Junger Firmenchef Charles flog in den Ferien 28-mal

Der 16-jährige Charles Bahr lebt in Hamburg,

Foto: privat

Der 16-jährige Charles Bahr lebt in Hamburg,

In der schulfreien Zeit hat der 16-jährige Charles Bahr mit seinem eigenen Unternehmen viel zu tun. Erwachsene sind von seinem Wissen begeistert.

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Charles Bahr ist erst 16 Jahre alt und leitet trotzdem schon ein eigenes Unternehmen. Es heißt Tubeconnect. Was genau er da macht, hat uns der Junge aus der Stadt Hamburg in einem Gespräch erzählt.

Wie bist du darauf gekommen, eine eigene Firma zu gründen?
Charles: Ich habe gesehen, dass Youtube immer größer wird. Auch Marken haben angefangen, Videos hochzuladen. Für uns war das eine total spannende Sache. Wir haben gesehen: Oh, die werden auch auf die neuen Medien aufmerksam. Irgendwie haben die das aber falsch gemacht. Junge Leute fanden das einfach nicht cool. Wir haben beschlossen, dass wir den Firmen unter die Arme greifen und mit ihnen zusammen Werbung entwerfen. Die funktioniert und ist gleichzeitig spannend.

Du hältst Vorträge vor vielen Menschen. Bist du vorher aufgeregt? Mittlerweile bin ich nicht mehr aufgeregt. Es ist so wie mit einer Präsentation in der Schule. Am Anfang ist man schon noch nervös, mit der Zeit legt sich das aber.

Wie oft und wie lange bist du immer unterwegs?
In den Ferien ist es schon ein bisschen extrem. Ich versuche aber abends immer so zu Hause zu sein, dass ich da auch schlafen kann. In den Ferien hatte ich bislang 28 Flüge. Ich war knapp vier von den sechs Wochen unterwegs. Während der Schulzeit ist es dann aber viel weniger.

Wie viel Zeit steckst du während der Schulzeit hinein?
Wir versuchen nachmittags in zwei, drei Stunden so viel wie möglich zu schaffen.

Wie kommt die Arbeit deiner Firma bei den Unternehmen an?
Das Coolste ist, wenn ein Kunde nicht nur einmal anfragt, sondern uns auch ein zweites Mal bucht. Das passiert auch relativ häufig und auch bei coolen großen Marken. Wir versuchen aber auf keinen Fall durch die Werbung Manipulation zu betreiben. Wir möchten verantwortungsbewusste Sachen machen, die dann auch klar als Werbung zu erkennen sind.

Welche Marken beratet ihr denn?
Beispielsweise Levi’s. Da haben wir mit daran gearbeitet, dass die Marke ein bisschen jünger wird. Und man sieht jetzt auf der Straße ganz viele Teenager mit dem weißen Shirt und dem roten Logo drauf rumlaufen.

Wie sind deine Pläne für die Zukunft?
Das Coole an der heutigen Zeit ist ja, dass jeder für sich selbst entscheiden kann, welchen Weg er geht. Man muss selber für sich herausfinden: Was macht mir Spaß? Was kann ich gut? Ich werde auf jeden Fall Abitur machen und dann mal schauen, wo es hingeht. Wenn es dann schon viele digitale Studiengänge gibt, dann kann ich mir da was vorstellen.

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