Orchester

Jetzt startet die Konzertreihe!

Leonhard  freut sich darauf, die Mädchen und Jungen aus dem Kinderorchester wiederzusehen.

Leonhard freut sich darauf, die Mädchen und Jungen aus dem Kinderorchester wiederzusehen.

Foto: KIO

Das Kinderorchester NRW spielt am Sonntag im Grugapark Essen. Danach gibt es mehrere Konzerte in ganz Nordrhein-Westfalen.

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Am Sonntag geht es los. In schickem Schwarz betreten die Jungen und Mädchen des Kinderorchesters NRW (KIO) die Bühne des Musikpavillons im Grugapark Essen. Dann wird es ganz leise und das Konzert „Wenn zwei sich streiten....“ beginnt.

Aufgeregt? Das haben wir einige Mitglieder des KIOs in dieser Woche gefragt. Jakob, der Klarinettist, war es in den vergangenen Tagen noch nicht. „Das kommt erst am Konzerttag selbst.“ Er wünscht sich, „dass alles gut klappt und das Wetter schön ist.“

Mit dem Wetter ist das so eine Sache. Der Musikpavillon ist überdacht. Aber es soll frisch und windig werden. Trompeter Jan sagt: „Wenn das Blech kalt ist, ist es nicht so angenehm, darauf zu spielen.“ Gegen die Kälte gibt es aber einen Trick. „Man muss das Mundstück warm halten“, beschreibt Jan. Er steckt das kleine Metallstück deswegen in die Hosentasche oder pustet immer mal wieder hindurch, auch wenn er gerade Pause hat. Besonders nervös ist er nicht vor dem ersten Konzert: „Ich habe ja schon viele Konzerte mitgemacht.“ In Essen werden seine Eltern mit dabei sein.

Elisa (Oboe) und Rebecca (Bratsche) aus Haan bringen sogar zwei Freundinnen mit zum ersten Konzert. Elisa freut sich schon darauf, hat aber auch ein bisschen Angst um ihre Oboe. „Das Holz kann bei starken Wetterumschwüngen reißen“, weiß die 14-Jährige.

Es geht nicht um Perfektion

Deswegen wird sie ihr Instrument immer nah am Körper halten, wenn sie nicht gerade spielt. Auch einen Glücksbringer hat Elisa dabei: „Das ist ein kleines Figürchen, das mir mal eine koreanische Oboe-Lehrerin geschenkt hat.“ Elisa ist besonders gespannt auf das Konzert in Dortmund am kommenden Wochenende: „Es wird bestimmt schön, mit den Dortmunder Philharmonikern zusammen zu spielen.“

Mika nimmt keinen Talisman mit zum Konzert. „Ich hab es mir auch abgewöhnt, vor den Konzerten viel Glück zu wünschen“, sagt die Bochumerin. „Glück ist nicht das Entscheidende, wir sind ja gut vorbereitet.“ Viel lieber wünscht sie allen viel Spaß. „Darauf kommt es an, dass wir das rüber bringen. Wenn man so will, ist das ganze Orchester mein Glücksbringer.“ Aber auch Mika macht sich ein bisschen Sorgen um das Wetter.

Die Bedenken will Andreas Fellner den Kindern morgen nehmen. Die Mädchen und Jungen haben gar keine Zeit nervös zu sein, glaubt der Dirigent. „Es gibt noch Einspielproben, wir machen uns mit dem Raum bekannt und stellen uns auf die Akustik ein“, erklärt er den Ablauf vor dem Konzert. Und ganz wichtig: „Es ist live, es geht nicht um Perfektion, insofern macht es nichts, wenn mal was schief läuft.“

Schlagwerker Leonhard war die Woche über noch damit beschäftigt, Englisch und Physik zu büffeln. Am Montag stehen ein Test und eine Arbeit an. Besonders aufgeregt ist er trotzdem nicht vor dem ersten Konzert: „Eigentlich überwiegt die Freude, alle wiederzusehen.“

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