Neuer Kinofilm

Interview: Youtuberin Selina Mour im Kinofilm „Misfit“

Selina Mour als Julia in dem neuen Kinofilm „Misfit“. Die Youtuberin hat eine große Fangemeinde und bereits seiben Songs veröffentlicht.

Selina Mour als Julia in dem neuen Kinofilm „Misfit“. Die Youtuberin hat eine große Fangemeinde und bereits seiben Songs veröffentlicht.

Foto: Splendid Film

Youtuberin Selina Mour (18) spielt die Rolle der Julia im Kinofilm „Misfit“. Im Interview erzählt sie, worum es in dem Film geht.

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Die Musikerin und Youtuberin Selina Mour ist 18 Jahre alt und hat schon sieben Songs veröffentlicht. Im neuen Kinofilm „Misfit“ spielt sie die Hauptrolle der Julia, die von Amerika nach Deutschland zurückkehrt. An ihrer neuen Schule trifft sie die freundliche Zelda (Lisa-Marie Koroll), muss sich aber auch mit fiesen Gegnern auseinandersetzen. Im Interview erzählt Selina von ihrer Musik und ihrer ersten Filmrolle:


In „Misfit“ geht es um Youtube und um Follower. Du selbst hast schon sehr viele Fans. Was ist schön daran?
Selina Mour: Ich finde es sehr schön, dass es Leute gibt, die es so sehr feiern, was ich mache, und die mich so toll unterstützen. Es ist auch schön, dass ich einfach machen kann, was mir Spaß macht, und mich so zeigen kann, wie ich bin.


Gibt es etwas, was dich an deinen Followern stört?
Von meinen Fans bekomme ich keine schlimmen Reaktionen, aber es gibt natürlich Hater in den sozialen Medien. Das sind Leute, die mir Hass-Nachrichten schreiben. Ich habe gelernt, damit umzugehen, aber manchmal verletzt es mich schon. Man sollte so etwas einfach ignorieren und einfach weiter sein Ding durchziehen.


Du standst zum ersten Mal vor der Kamera. War das schwer für dich?
Es war etwas ganz Neues, aber ich liebe es, neue Sachen auszuprobieren, und es hat auch sehr viel Spaß gemacht. Ich kann zum Beispiel gut Texte auswendig lernen und Regieanweisungen folgen.


Wo steht das Humboldt-Gymnasium in Wirklichkeit?
Das ist eine Schule in Holland.


In „Misfit“ geht es auch um die „Squads“, um die Cliquen. Warst du in deiner Schulzeit auch in einer solchen Clique? Solche Squads wie in „Misfit“ gab es bei uns nicht auf der Schule, aber es gab natürlich immer Cliquen und Freundeskreise.


Wie wichtig findest du es, eine beste Freundin zu haben? Oder ist eine Clique wichtiger?
Ich finde es wichtiger, eine Person zu haben, der man alles anvertrauen kann, die für einen da ist statt ganz viele Freunde zu haben, die dann aber vielleicht nicht so zu einem stehen.


Hast du an deiner Schule Mobbing und Intrigen mitbekommen?
Ja, aber es war nie etwas richtig Schlimmes. Es waren Hänseleien, aber richtiges Mobbing gab es bei uns nicht.


Was sollte man tun, wenn man mitbekommt, dass ein anderes Kind gemobbt wird?
Man sollte der Person auf jeden Fall helfen. Man sollte mit ihr reden oder zu einer Vertrauensperson gehen. Die Mobbing-Opfer sollten auf jeden Fall auch mit ihren Eltern darüber reden.


Welche Botschaft würdest du den Zuschauern des Films gern mitgeben? Was ist dir besonders wichtig?
Die Haupt-Botschaft des Films ist, dass man einfach man selbst sein sollte und sich nicht verstellen sollte. Das ist auch mein Motto, das möchte ich allen gern weitergeben. Seid einfach so, wie ihr seid, es ist nicht schlimm, anders zu sein als die anderen. Sondern sogar etwas Gutes.


Im Film wird Amerika als Traumland dargestellt. Du hast selbst zwei Videos in New York gedreht. Liebst du die USA?
Es war immer mein Traum, nach New York zu fliegen. Es war sehr überwältigend da. So etwas wie den Times Square habe ich noch nie gesehen. Echt wunderschön und richtig cool.


Gibt es ein Album mit den Songs von „Misfit“?
Vor kurzem ist meine EP „Misfit“ herausgekommen, da sind neue Songs von mir drauf, die in dem Film vorkommen.


Wann kommt dein erstes Album heraus?
In diesem Jahr, aber der Zeitpunkt steht noch nicht genau fest.


Am 10. Mai wirst du in Köln auftreten…
Ja, ich gehe dieses Jahr auf Tour, in fünf verschiedene Städte: Frankfurt, Köln, Leipzig, Berlin und Hamburg. Ich freue mich sehr darauf. Ich hatte auch schon Proben mit meiner Band, es macht sehr viel Spaß. Es war schon immer mein Traum und ich freue mich sehr, dass ich das machen kann.


Welche Themen sind dir in deinen Songs wichtig?
Der „We are the misfits“-Titelsong ist mein Lieblingssong. Er hat so eine positive Botschaft, ich glaube, das wird vielen Jugendlichen helfen, sich besser zu fühlen und sich nicht unterkriegen zu lassen.


Im Film wird einmal gesagt, dass die schlechten Tage im Leben manchmal wichtiger sind als die guten. Stimmt das für dich auch privat, zum Beispiel wenn du Texte schreibst oder Musik machst? Bist du besser oder kreativer, wenn du gerade ein Tief hast?
Ich glaube, dass man an schlechten Tagen mehr nachdenkt und auf andere Ideen kommt. Ich bin aber auch an guten Tagen kreativ. Beides ist gut, ich habe traurigere und fröhlichere Songs. Ich denke, dass schlechte Tage hilfreich sein können, weil man daraus lernt.


Willst du lieber als Musikerin arbeiten oder Filme machen?
Ich mache schon seit zwei Jahren Musik, das macht mir sehr viel Spaß, und ich möchte es auf jeden Fall weitermachen. Ich möchte auch noch öfter auf Tour gehen und viele Songs rausbringen. Ich hoffe aber auch, dass ich noch mal in einem Film mitspielen kann.

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