Film

In einem Workshop fliegen Kinder wie Stuntmen durch die Luft

Hans fliegt für eine Actionszene durch ein Kartenhaus.

Hans fliegt für eine Actionszene durch ein Kartenhaus.

Foto: Kai Kitschenberg

Krefeld.   Spannende Stunt- und Actionszenen drehen: Ein Workshop macht’s möglich. Profis zeigen Kindern dabei einige Tricks, die Filmemacher verwenden.

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Auf dem Platz der Wiedervereinigung in Krefeld scheinen Jugendliche zu streiten. Plötzlich holt ein Mädchen aus. Und ein Junge fliegt in hohem Bogen über eine Parkbank. Was nach üblem Zoff aussieht, ist eine Filmszene. Mara und Finn nehmen an einem „Action-Movie-Stunt“-Workshop teil. Der Workshop ist Teil des Kulturrucksack-Programms unseres Landes NRW. Hier werden spannende kulturelle Angebote für Kinder und Jugendliche gebündelt.

In dem Workshop haben die Kinder die Arbeit vor und hinter der Kamera kennengelernt. Bei Schauspielerin und Mediencoach Sunny Bansemer gab es Sprech- und Schauspielunterricht. Stuntfrau Tanja de Wendt hat mit ihnen Stunt- und Actionszenen trainiert, Videoproduzent Marco Rentrop hat gefilmt. Alle gemeinsam haben geniale Ideen für ihre Rollen und die einzelnen Szenen entwickelt.

Stuntarbeit ist Teamarbeit

Mara ist in dem Streifen eine fiese Casting-Teilnehmerin, die allen Konkurrenten übel mitspielt. Dem einen Mitbewerber schüttet sie Rizinusöl in den Kaffee, einem anderen packt sie eine Schlange in den Rucksack. „Eigentlich bin ich gar nicht hinterhältig und Konkurrenzkampf mag ich überhaupt nicht“, sagt die 13-Jährige. „Aber es macht total viel Spaß, hier mitzumachen.“

Als nächstes muss Hans über einen Tisch rollen und dabei ein meterhohes Kartenhaus umwerfen. „Soll ich auf dem Boden weiterrollen?“, fragt der Elfjährige Stuntfrau Tanja. „Nein, das drehen wir später.“ Vorher müssen aber noch dicke Matten vor den Tisch geschoben werden. Dabei packen alle mit an: „Stuntarbeit ist Teamarbeit“, sagt Stuntfrau Tanja.

Film dauert am Ende dreieinhalb Minuten

Die unterschiedliche Reihenfolge der gedrehten Szenen fasziniert besonders Elias, der im Film einen hochnäsigen Regisseur spielt. Auch dass er jemandem, mit dem er im Film spricht, beim Dreh gar nicht gegenüberstehen muss, war für ihn neu: „Hier sieht man, mit welchen Tricks beim Film gearbeitet wird.“ Henry hat andere Sorgen. Der Zwölfjährige soll den Kaffee mit dem Rizinusöl trinken. „Marco, ich mag aber gar keinen Kaffee...“ „Macht nichts, den musst du nicht trinken. Wir sind hier beim Film, wir tun nur so.“

Dreieinhalb Minuten wird der Action-Film am Ende dauern. Die Kinder haben viele lustige Szenen eingebaut und sich ein überraschendes Ende ausgedacht. Er wird im Blog der Internetseite www.kulturrucksack.nrw.de gezeigt.

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