Migration

In Deutschland leben so viele Ausländer wie nie zuvor

In Deutschland leben Menschen aus vielen Nationen zusammen.

Foto: Roland Weihrauch/dpa

In Deutschland leben Menschen aus vielen Nationen zusammen. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Unter den 82 Millionen Menschen in Deutschland sind rund 10,6 Millionen Ausländer. Unter ihnen gibt es viele Türken, Polen und Syrer.

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In Deutschland leben so viele Ausländer wie noch nie. Das Statistische Bundesamt zählt sie jedes Jahr. Ende 2017 wohnten in Deutschland rund 10,6 Millionen Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Unser Land hat 82 Millionen Einwohner.

Die Türken sind mit 1,48 Millionen Menschen die größte ausländische Gruppe. Dahinter kommen die Polen mit 867 000 Personen. An dritter Stelle stehen die Syrer. Rund 700 000 Menschen aus diesem Land lebten 2017 hier.

Arbeiter in den Zechen

Warum diese drei Gruppen in Deutschland leben, hat unterschiedliche Gründe. Vor vielen Jahren kamen Türken und Polen als Arbeiter nach Deutschland. Sie arbeiteten in Fabriken und Zechen. Viele Familien blieben in Deutschland und gingen nicht mehr in ihre Heimat zurück. Kinder und Enkel wurden geboren.

Die Polen sind außerdem seit dem Jahr 2004 Mitglied der Europäischen Union. Seitdem haben sie das Recht, in Deutschland zu arbeiten. Viele Polen sind deswegen zu uns gezogen. 2017 kamen 85 000 Zuwanderer aus Polen zu uns.

Bürgerkrieg in Syrien

Auch Rumänien und Bulgarien sind Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Sie kamen 2007 in die EU. Seitdem zieht es viele nach Deutschland. Im Jahr 2017 zogen 85 000 Rumänen und 45 000 Bulgaren zu uns.

Die Syrer sind die drittgrößte Ausländergruppe in Deutschland, weil wegen des Bürgerkriegs in ihrem Land so viele Menschen aus Syrien zu uns geflüchtet sind. Sie haben Asyl beantragt. Das Asylrecht ist ein deutsches Grundrecht. Es gibt Menschen Schutz, die Flüchtlinge sind oder verfolgt werden.

Zwei Pässe besitzen

Ausländer werden auch Menschen mit Migrationshintergrund genannt. Zu dieser Gruppe zählen aber auch Deutsche, die mindestens einen nicht-deutschen Elternteil haben. Und Deutsche, die zwei Staatsbürgerschaften und Pässe haben, etwa spanisch und deutsch. Inzwischen hat fast jeder Vierte der 82 Millionen in Deutschland lebenden Menschen einen Migrationshintergrund.

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