Ferien

Im „Düsseldörfchen“ entwerfen Kinder ihre eigene Stadt

Die Kinder leben, spielen und forschen in einer eigenen kleinen Stadt.

Die Kinder leben, spielen und forschen in einer eigenen kleinen Stadt.

Foto: Morris Willner

Ein Rathaus, eine Bank, viele Geschäfte und eine Zeitung – das alles gibt es im „Düsseldörfchen“. Drei Wochen lang planen ihr eigenes Reich.

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Merle hat alle Hände voll zu tun. „Wir organisieren echt viel, zum Beispiel eine Talentshow oder ein Autorennen“, erzählt die 14-Jährige. Sie hat das Sagen über insgesamt 350 Kinder, denn sie ist Bürgermeisterin des „Düsseldörfchen“.

Das ist eine kleine Stadt, die in den vergangenen drei Wochen von Kinder zwischen acht und vierzehn Jahren errichtet worden ist. Die Kinder bauten zum Beispiel Häuser aus Holz oder eine Aussichtsplattform. Auf der können die Bewohner die Stadt überblicken. Das „Düsseldörfchen“ ist ein Ferienprojekt, das es schon seit fast 30 Jahren gibt. Es findet jeden Sommer auf einer großen Freifläche in Düsseldorf statt.

Eigenes Geld verdienen

Das Leben dort ist so wie in einer richtigen Stadt. Es gibt einige Geschäfte, ein Krankenhaus, und sogar Busse aus Holz. Diese flitzen immer wieder über die Wege. Dabei muss ein Kind hinten anschieben und eins muss vorne lenken.

Aber das ist nicht alles: „Natürlich kann man hier in der Stadt auch Geld verdienen, vier Düsseleuro pro Stunde“, sagt der zehnjährige Simon. Er probt gerade mit seinem Freund Nick einen Tanz für das große Stadtfest zum Abschluss.

Die Düsseleuro können sich die Kinder bei verschiedenen Aktivitäten in der Stadt verdienen. Sei es durch Mithelfen im Bistro oder durchs werkeln in der Schreinerei. „Ich fühle mich dadurch, dass ich Geld verdiene schon ein bisschen erwachsen. Man lernt damit umzugehen“, sagt Simon mit einem Lächeln auf dem Gesicht.

Das „Düsseldörfchen“ hat jedes Mal ein spezielles Thema. Dieses Jahr ist es ein Museumsdorf. Dort können die Stadtbewohner unter anderem historisches Handwerk betreiben. Emma und Megan beschriften Urkunden. Diese erhalten die Kinder, die eine Ritterausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. „Mir macht es sehr viel Spaß in schöner Handschrift zu schreiben“, sagt Emma und setzt ihren Füller wieder auf das Papier. Sie ist zum ersten Mal bei dem Ferienprojekt dabei und ist sich sicher: Im nächsten Jahr möchte sie wieder kommen.

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