Bienen

Hobby-Imkerin Thea schleudert ihren Honig mit der Hand

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Thea steckt die Honigwaben in die Handschleuder. Dann wird mit der Kurbel gedreht.

Thea steckt die Honigwaben in die Handschleuder. Dann wird mit der Kurbel gedreht.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Die zwölfjährige Hobby-Imkerin Thea hat lange darauf gewartet, die Honigwaben zu entdeckeln und die Handschleuder in Betrieb zu nehmen.

Wie bekommt man Dutzende von prall gefüllten Honigwaben aus der Bienenbeute in die Waschküche, ohne dass die Bienen davon Wind bekommen und hinterherfliegen? Hobby-Imkerin Thea (12) und ihre Mutter haben es jedenfalls geschafft, ohne gestochen zu werden. Denn heute soll der Honig geschleudert werden.

Vorher müssen die beiden einiges vorbereiten. Alles, was mit dem Honig in Kontakt kommen wird, muss richtig gut sauber sein, damit nichts den Honig verunreinigt.

Feuchtigkeit wird gemessen

Theas Mutter prüft zunächst mit einem besonderen Gerät, dem Refraktometer, wie viel Feuchtigkeit im Honig steckt. „Es sollten unter 20 Prozent sein“, sagt sie. Thea macht sich schon mit einem speziellen Werkzeug an die Arbeit. Mit den Zinken der Entdeckelungsgabel schabt sie flach über die verklebten Waben. Dann streift sie das Wachs in einen Behälter ab. „Man entdeckelt, damit man an den Honig in den Waben kommt“, sagt Thea. Liegen alle Waben offen, kommt die andere Seite dran.

Neben Thea steht auf dem Boden der Waschküche schon die große Handschleuder bereit. Die Zwölfjährige schiebt vier Rahmen, aus denen bereits etwas Honig tropft, von oben in die Schleuder. Dann legt sie die Hand an die Kurbel und beginnt zu drehen. „Erst mal nur anschleudern“, rät ihre Mutter, „sonst kann es sein, dass die vollen Waben brechen“.

Der Honig spritzt an den Rand

Thea wendet alle vier Rahmen nach einer Minute noch einmal, dann geht es richtig rund. Die Schleuder rast im Kreis, der Honig spritzt lautlos an die Metallwand und läuft von dort zäh nach unten. Vom Luftzug, der bei der Drehung entsteht, gerät sogar Theas Haarsträhne in Bewegung.

Unter der Handschleuder steht ein weißer Eimer mit einem Sieb, in das der cremige Honig langsam läuft. Es ist viel, was im Laufe einer Stunde zusammenkommt.

Rahmen werden getauscht

Thea hat deswegen gut zu tun. Ihre Freundin Ella (11) hilft ihr heute beim Entdeckeln und beim Drehen der Schleuder. „Jede Wabe, die gut gefüllt ist, kann zwei Kilo Honig ergeben“, rechnet Theas Mutter vor.

Immer wieder müssen die vier leeren Rahmen in der Schleuder gegen volle getauscht werden. Im weißen Eimer wächst die Honigmenge immer mehr. Später wird der Honig durch ein weiteres Sieb gegossen, damit Wachs und andere Rückstände zurückbleiben.

Thea freut sich, dass sie das Ergebnis ihrer Imker-Arbeit nun mit eigenen Augen sehen kann. Und riechen! Der Honigduft füllt den ganzen Raum aus.

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