Raumfahrt

Ein Tritt, ein Klaps - und ab ins All!

Astro-Alex wird im All hart arbeiten. Aber ein bisschen Zeit für seine Kuschel-Kumpel muss sein.

Foto: WDR

Astro-Alex wird im All hart arbeiten. Aber ein bisschen Zeit für seine Kuschel-Kumpel muss sein.

Alexander Gerst fliegt zum zweiten Mal zur Weltraumstation ISS. Auf dem Weg in die Schwerelosigkeit begleiten ihn die Maus und der blaue Elefant.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Maus kennt das schon. Aber der kleine blaue Elefant steckt zum ersten Mal in diesem Mini-Raumanzug. Und in ein paar Stunden wird er aus dem Weltall auf uns herabschauen und wahrscheinlich begeistert tröten. Die beiden Stars aus der „Sendung mit der Maus“ erleben gerade ihr größtes Abenteuer: Der deutsche Astronaut Alexander Gerst nimmt sie mit ins All. Mittwoch Mittag soll er um 13.12 Uhr in Russland zur Internationalen Raumstation ISS starten. Aber wie?

In der „Sendung mit der Maus“ hat der 42-Jährige das genau erklärt. Er ist ja vor vier Jahren schon einmal in dem Weltraumlabor gewesen, das in 400 Kilometern Höhe um die Erde kreist. Die Maus hat er damals als Glücksbringer mitgenommen. Um die Raumstation zu erreichen, muss er mit den beiden anderen Crew-Mitgliedern (einem Russen und einer Amerikanerin) zum Weltraumbahnhof in Baikonur fahren. Auf der Treppe zur Raumkapsel bekommen die Astronauten von den Technikern einen Tritt ins Hinterteil und einen Klaps. Das bringt Glück, sagt man in Russland.

„Mit dem dicken Raumanzug ist es schwer, durch die enge Luke in die Kapsel zu kommen“, erklärt Gerst. Drinnen kauern die drei so eng beieinander, als hätte man sie in den Laderaum eines Kombis gequetscht.

Die Raumkapsel sitzt in der Spitze einer 50 Meter langen Rakete (links) . Countdown! 3, 2, 1... mit 26 Millionen PS rast die Rakete in den Himmel. „Innen merkt man das nicht so doll“, weiß „Astro-Alex“, „es rumpelt bloß ein bisschen.“ Und schon fühlen sich die Astronauten viermal so schwer sonst, wie in einer Achterbahn werden sie in die Sitze gedrückt. Kommandant Sergej Prokopjews Finger reichen deshalb nicht mehr bis an die Instrumente. Er hat einen Stab, mit dem er die Knöpfe drücken kann.

WM-Maskottchen ist an Bord

Die Rakete wirft die Triebwerke ab, Minuten später die Verkleidung. Etwa 200 Kilometer über der Erde spuckt die Rakete die Kapsel aus, zwei gigantische Solarsegel klappen aus. Die Raumkapsel fliegt nun allein. Ein irrer Moment: Die Astronauten sind schwerelos! Die Maus und der Elefant dürfen einen Salto schlagen. Der russische Kommandant will das WM-Maskottchen, den Wolf Sabiwaka, durch die Kapsel fliegen lassen.

Nach zwei Tagen soll die Kapsel an die ISS-Station andocken. Die Astronauten ziehen dann die Raumanzüge aus und schweben durch eine Luke in das Labor. Drei Kollegen empfangen sie – und die Ehrengäste: den Wolf, die Maus, den Elefanten. In den 187 Tagen der Weltall-Reise werden sie in der „Sendung mit der Maus“ noch oft von Astro-Alex berichten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik