Strafzölle

Ein Streit um Stahl und um sehr viel Geld

Hier siehst du Stahl der Firma Thyssen in Duisburg. Deutsche Hersteller befürchten, dass sie bald weniger Stahl in die USA verkaufen.

Hier siehst du Stahl der Firma Thyssen in Duisburg. Deutsche Hersteller befürchten, dass sie bald weniger Stahl in die USA verkaufen.

Foto: Oliver Berg

US-Präsident Donald Trump legt sich mit vielen Ländern an. Er will nicht, dass Firmen aus anderen Ländern Stahl billig in den USA verkaufen.

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Sie stecken in Autos, Maschinen und Brücken: Materialien wie Stahl und Aluminium braucht man für viele Dinge. Deshalb gibt es gerade auch große Aufregung um die Preise dafür.


Denn Donald Trump, der Präsident des Landes USA, will dafür sorgen, dass Firmen aus anderen Ländern ihren Stahl nicht mehr so billig dort verkaufen können. Damit will er Firmen im eigenen Land unterstützen. Er hat deswegen ein Papier unterzeichnet. Darin steht: Sein Land wird Strafzölle auf Stahl und Aluminium erheben.

China und die Europäische Union sind betroffen

Viele Länder ärgern sich über diese neuen Strafzölle. Ein Land, das besonders viele Waren in die USA verkauft, ist China. Diesem Land hat Trump noch weitere Strafzölle angedroht. China wiederum will dann auch „Maßnahmen ergreifen“. Welche genau, ließ die Regierung offen.


Bei der Europäischen Union (abgekürzt: EU) ist das anders: Sie hat schon gesagt, wie sie reagieren will. Sie will die USA mit eigenen Zöllen bestrafen. So könnte es etwa Strafzölle auf Kartoffeln und Tomaten aus den USA geben. Die würden dann in Europa teurer. Ein weiteres Beispiel sind die berühmten Motorräder der Marke Harley Davidson: Auf sie könnte die EU auch Strafzölle erheben.


Vor dem Handelskrieg soll noch verhandelt werden

Aber warum stellen die Länder nicht einfach alles selbst her, anstatt es woanders zu kaufen? „Das Gute am Handel ist, dass manche Länder einige Sachen besser machen. Und das ist dann für uns gut“, sagt Holger Görg. Er ist Experte für den Handel zwischen Ländern. Würden wir alles selbst herstellen, würden viele Waren teurer werden.


Deshalb findet er es auch nicht gut, wie die Länder in Europa auf die Idee von Donald Trump reagieren wollten. „Es ist wie auf dem Schulhof: Wenn da ein Großer Stress macht, ist die erste Reaktion, zurückschlagen. Aber das macht es eigentlich noch schlimmer!“, sagt der Experte. Bevor sich die Strafzölle zu einem Handelskrieg steigern, will die EU mit den USA noch mehrere Gespräche führen. Es wird also verhandelt.

Experten sagen, das Schlichten dauert lange

Experte Holger Görg sagt, die Länder sollten den Streit in Ruhe schlichten lassen. Denn dafür gibt es die Welthandelsorganisation (WTO). Sie sorgt normalerweise dafür, dass sich Länder nicht über Zölle streiten. Die WTO könnte auch klären, ob Donald Trump mit seinen Zöllen gegen die Regeln verstößt. Das Problem ist aber: Bis die Welthandelsorganisation eine Entscheidung getroffen hat, können Jahre vergehen.

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