Kinderlieder

Durch Zuhören kommt Rolf Zuckowski an seine Ideen

Der Musiker Rolf Zuckowski hat viele bekannte Kinderlieder geschrieben.

Der Musiker Rolf Zuckowski hat viele bekannte Kinderlieder geschrieben.

Foto: Daniel Reinhardt

„Wie schön, dass due geboren bist!“ – Der berühmte Kinderliedermacher Rolf Zuckowski hört ganz genau hin, wenn er seine Ideen einfängt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Bestimmt hast du schon mal eines seiner Lieder gesungen: „In der Weihnachtsbäckerei“ zum Beispiel oder „Die Jahresuhr“. Das Lied „Wie schön, dass du geboren bist“ hört man ständig an Geburtstagen, und zwar nicht nur an Kindergeburtstagen. All diese Kinderlieder hat sich der Musiker Rolf Zuckowski ausgedacht, und das macht er schon fast 40 Jahre lang. Hier erzählt er uns in einem Interview, ob er seine berühmten Lieder auch heute noch gerne hört und ob er ein Lieblingslied hat.


Wie kommen Sie auf die Ideen für Ihre Lieder? Ich habe in meiner Kindheit gern gesungen und darum bedeuten mir Lieder sehr viel. Ich war immer hellhörig für Sätze, die gut klingen.

Darum habe ich immer die Ohren sehr weit offen für Dinge, die andere Menschen sagen. Vielleicht merken sie gar nicht, dass sie gerade etwas sehr Besonderes für einen Komponisten gesagt haben.


Gibt es ein Beispiel? Mein kleiner Sohn hat, als er vier war, bei einem Spaziergang gesagt: „Ich schaff das schon.“ Er war nämlich hingefallen. Ich wollte ihn aufheben. Daraus ist ein Lied geworden. Ich glaube, es ist das Wichtigste für mich, anderen Menschen zuzuhören. Manchmal ist es auch wichtig, die Natur zu beobachten zu merken: Etwas tut mir richtig gut.


Haben Ihnen Kinder schon mal Vorschläge für Lieder geschickt? Es kommt durchaus vor, dass Kinder Vorschläge schicken, die ich dann umsetze. Aber es kommt eher vor, dass ich Kindern zuhöre und dann plötzlich Worte im Ohr habe, bei denen ich denke: Da schlummert doch ein ganzes Lied.

Hören Sie Ihre Lieder selbst noch gern oder wird es irgend wann langweilig? Ich höre meine Lieder nicht so oft, wie man denkt. Aber ich höre sie immer, wenn ich etwas neu einstudieren muss mit anderen Musikern für einen Bühnenauftritt. Oder auch für eine Sendung im Radio oder Fernsehen. Dann höre ich meine Lieder, weil ich sie manchmal auch nicht mehr so gut auswendig kann.


Welches Ihrer Lieder mögen Sie am liebsten?

Das ist schwer zu sagen. Meine Lieder sind ja ein bisschen wie meine Kinder. Ich habe kein Lieblingskind.

Aber es gibt ein Lied von mir, das vielleicht das Wichtigste ist. Ich habe es vorhin schon genannt: „Ich schaff das schon“. Zu diesem Lied kriege ich besonders zu Herzen gehende Briefe.


Und was steht drin?
Die Menschen schreiben mir: „Es ging mir so schlecht. Ich wusste wirklich nicht, wie es weitergeht. Aber dieses Lied hat mir geholfen, wieder meine Kräfte zu finden und nach vorne zu blicken.“ Es schreiben nicht nur Kinder, auch Große.

Darum habe ich das Lied wirklich ganz besonders gern. Und dann wäre da noch das Lied, über das ich mich ganz besonders freuen kann, denn es wird jeden Tag tausendfach gesungen: „Wie schön, dass du geboren bist.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben