Universum

Die Sonne beobachten: Zu Besuch in einer Sternwarte

| Lesedauer: 4 Minuten
Der vierjährige Bennett beobachtet in der Sternwarte in Essen die Sonne durch ein spezielles Teleskop. Mit einem normalen Teleskop oder Fernglas dürft ihr das niemals nachmachen!

Der vierjährige Bennett beobachtet in der Sternwarte in Essen die Sonne durch ein spezielles Teleskop. Mit einem normalen Teleskop oder Fernglas dürft ihr das niemals nachmachen!

Foto: Fabian Strauch / Fabian Strauch / FUNKE Foto Services

In der Walter-Hohmann-Sternwarte in Essen können Weltraum-Fans die Sonne beobachten und viel über unseren Stern erfahren.

Bennett schaut gespannt durch das Teleskop. „Und, was siehst du?“, fragt Peter Gärtner von der Sternwarte in Essen. „Einen roten Kreis“, antwortet Bennett. „Und da sind so komische Sachen am Rand.“ Der rote Kreis, den der vierjährige Bennett sieht, ist die Sonne. Und die komischen Sachen am Rand sind Gasfontänen, erklärt Herr Gärtner.

Er ist Mitglied der Walter-Hohmann-Sternwarte in Essen und kennt sich gut mit der Sonne aus. Jeden Sonntag zeigen er und sein Team Besucherinnen und Besuchern der Sternwarte die Sonne. Jeder, der will, darf dann wie Bennett durch das große Teleskop schauen.

Niemals mit einem Fernglas in die Sonne schauen!

Bevor Herr Gärtner erklärt, was es dann zu sehen gibt, spricht er aber noch eine wichtige Warnung aus: „Ganz wichtig ist, dass man niemals zuhause mit einem Teleskop oder Fernglas in die Sonne schaut!“ Das Teleskop in der Sternwarte ist mit einem speziellen Filter ausgestattet. „Der filtert das Licht der Sonne so, dass es unseren Augen nicht schaden kann.“ Wer mit einem normalen Teleskop oder einem Fernglas in die Sonne schaut, kann seine Augen schwer verletzen.

Durch das Teleskop in der Sternwarte kann man die Sonne aber gefahrlos beobachten und von den Expertinnen und Experten in der Sternwarte viel über unseren Stern lernen. Ja, richtig gelesen! Die Sonne ist ein Stern! Davon gibt es unfassbar viele im Universum! Alleine in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, sind es etwa 200 Milliarden Stück. Für uns auf dem Planeten Erde ist die Sonne trotzdem etwas Besonderes. Denn ohne sie gäbe es kein Leben auf der Erde.

Die Sonne ist ein Ball aus Gas

Durch das Teleskop in der Sternwarte sieht man die Oberfläche der Sonne. Weil die Sonne aus Gas besteht und nicht fest ist, ist ihre Oberfläche immer in Bewegung. So entstehen auch die Gasfontänen, die Bennett durch das Teleskop gesehen hat. Heißes Gas wird an diesen Stellen ins All geschleudert.

Herr Gärtner kann aber noch etwas mit Hilfe eines Teleskops zeigen: Sonnenflecken. Wer die anschauen will, sieht durch ein anderes Teleskop einen grünen Kreis mit schwarzen Flecken. Der grüne Kreis ist wieder die Sonne. Dass sie grün aussieht, hat etwas mit dem Filter dieses Teleskops zu tun. Die schwarzen Flecken sind Stellen auf der Sonnenoberfläche, die etwas kühler sind als ihre Umgebung. Deshalb sehen sie für uns dunkler aus.

Zum Schluss erzählt Herr Gärtner noch eine spannende Sache: „Durch das Teleskop sehen wir die Sonne vor acht Minuten.“ Wie das geht? „Die Sonne ist so weit weg, dass ihr Licht einige Zeit braucht, bis es bei uns angekommen ist – etwa acht Minuten. Eigentlich schauen wir also mit dem Teleskop in die Vergangenheit.“

Sonnenbeobachtungen in der Sternwarte in Essen

Noch bis zum 28. August könnt ihr jeden Sonntag zwischen 14 und 16 Uhr in der Walter-Hohmann-Sternwarte in Essen-Schuir die Sonne beobachten.


Die einzige Voraussetzung: Das Wetter muss gut sein! Es muss größere Wolkenlücken geben oder der Himmel muss wolkenlos sein.

Die Teilnahme ist kostenlos. Mehr Informationen findet ihr hier.

Mehr über die Sonne in der Kinderzeitung CHECKY!

Ihr wollt noch mehr über die Sonne erfahren? Dann lest die nächste Ausgabe unserer Kinderzeitung CHECKY! Dort erklären wir euch, warum die Sonne heiß ist, warum sie für das Leben auf der Erde so wichtig ist und warum die Erde genau im richtigen Abstand um die Sonne kreist.

Mehr Infos zur Kinderzeitung CHECKY! findet ihr hier.

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