Jahreszeiten

Die Natur schlägt Kusselkopp!

Krokusse sind ziemlich schlau und nutzen das grelle Licht, das noch nicht von Laubbäumen abgefangen wird.

Foto: Rainer Raffalski

Krokusse sind ziemlich schlau und nutzen das grelle Licht, das noch nicht von Laubbäumen abgefangen wird.

Weil es so lange eiskalt war, setzt sich der Frühling jetzt turboschnell durch. Aber woher wissen die Blumen eigentlich, wann sie blühen müssen?

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Die Sonne dreht auf, wer aus Gewohnheit noch die Winterjacke angezogen hat, fühlt sich wie in der Sauna. An den Bäumen und auf dem Boden scheinen Farben zu explodieren, knallrosa Blüten, grellgrüne Knospen, hellgelbe Tulpenköpfe. Der Frühling ist sehr plötzlich ausgebrochen, die Natur überschlägt sich.

Die Zugvögel kommen

Im Herbst hatten sie sich davongemacht, um nach Afrika oder Spanien zu fliegen. Nun kehren sie zurück. Viele sind schon gelandet und haben mit dem Nestbau begonnen. Wenn du aufmerksam den Himmel beobachtest, kannst du sie sehen - und vor allem hören! Aber nicht alle Vögel zwitschern. Störche zum Beispiel erzeugen mit ihrem Schnabel ein lautes, klapperndes Geräusch.

Mehr Licht

Im Frühjahr bleibt es länger hell als im Winter. Das merken Pflanzen. Sie haben so etwas wie Augen. Andere als Menschen natürlich. Pflanzen sehen mit Hilfe von Molekülen. Das sind winzige Teilchen, die Helligkeit wahrnehmen. Wenn die Tage eine bestimmte Länge erreichen, reagieren die Moleküle. Die Pflanze weiß nun: Sie kann mit dem Wachsen oder Blühen starten. Pflanzen verlassen sich also nicht so sehr auf die Temperatur, sondern mehr auf die Tageslänge.

Die Schnellstarter

Den Winter haben sie gut versteckt in der Erde verbracht: Krokusse, Tulpen und Narzissen. Im Frühjahr gehören sie zu den Schnellstartern. Sie nutzen einen Trick: Sie haben im vorigen Jahr alle Pflanzenteile absterben lassen, die über der Erde wachsen. Also Blüten, Blätter und Stängel. In der Erde blieb nur die Zwiebel zurück. Darin hat die Pflanze ihre ganze Energie gespeichert. So kann sie im Frühjahr zügig loslegen, plötzlich blüht sie - fast, als hätte man eine Glühbirne angeknipst.

Die Nische nutzen

Krokusse und Narzissen blühen, während die Pflanzen um sie herum noch keine Blätter haben. Das bleibt nicht lange so, schon knospen die Bäume. Die Frühblüher beeilen sich, bevor ihnen die Bäume das Licht rauben. Sie müssen schnell wachsen, eine Blüte bekommen und Samen entwickeln. Denn nur daraus können neue Pflanzen entstehen.

Sobald der Boden aufgetaut ist, saugen die Bäume mit ihren Wurzeln Wasser an. Das wird hinaufgeleitet, in die Äste und Knospen. Die Wurzeln trinken nicht irgendwas - sie holen sich Nährstoffe wie Stickstoff und Mineralien aus dem Boden.

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