Krieg

Die Menschen im Jemen leiden unter dem Krieg

Viele Familien, die vor den Kämpfen im Jemen fliehen mussten, leben jetzt in Elendsvierteln

Viele Familien, die vor den Kämpfen im Jemen fliehen mussten, leben jetzt in Elendsvierteln

Foto: dpa

Seit Jahren herrscht Krieg im Jemen. Die Vereinten Nationen fordern Hilfe für die vielen Menschen, die nicht genug zu essen und zu trinken haben.

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In vielen Ländern der Welt herrscht Krieg. Über die Kämpfe in Syrien wird hier seit Jahren sehr viel gesprochen, denn viele Syrer sind nach Deutschland geflohen.

Über den Krieg in dem Land Jemen wird bei uns weniger berichtet. Flüchtlinge aus dem Jemen, die nach Europa kommen, gibt es so gut wie nicht. Das liegt an der Lage des kleinen Landes. Im Norden ist die Grenze zu Saudi-Arabien gesperrt, im Süden liegt das Meer. Wer mit einem Boot flieht, kommt in Afrika an – in Dschibuti oder Somalia. Dort sind die Menschen sehr arm und das Leben ist gefährlich, weil Terroristen immer wieder Menschen und Gebäude angreifen. Aus dem Jemen ist eine Flucht also kaum möglich.

Der Präsident musste fliehen

Die Menschen im Jemen leben seit drei Jahren in einem schlimmen Krieg. Die Regierung hatte das Land davor lange Zeit streng regiert. Eine Gruppe von Rebellen, die Huthi, war immer gegen die Regierung. 2014 schafften es die Huthi-Rebellen, die Hauptstadt Sanaa zu erobern. Der Präsident des Jemen musste fliehen.

Seitdem versuchen die früheren Machthaber, die Huthi zu besiegen. Sie werden dabei vor allem von Saudi-Arabien und anderen Ländern in der Region unterstützt. Auf der Seite Saudi-Arabiens stehen auch die USA. Von Saudi-Arabien aus werden Luftangriffe geflogen, es gibt auch eine Seeblockade. Inzwischen kämpfen auch viele kleinere Gruppen, darunter auch Terror-Organisationen, im Jemen gegeneinander. Für alle geht es um Macht und Einfluss.

Gespräche sollen Lösung bringen

Für die Menschen im Jemen hat der Krieg schlimme Folgen. Wegen der Seeblockade gibt es nicht genug zu essen und die Wasserversorgung ist schwierig. Immer wieder sterben bei Angriffen auch Kinder.

Nun sollte es in der Stadt Genf in der Schweiz Gespräche zwischen den Bürgerkriegsparteien geben. Aber die Huthi-Rebellen reisten nicht an. Sie wollten für den Flug ein bestimmtes Flugzeug haben, das sie aber nicht bekamen. Die Vereinten Nationen wollten bei den Gesprächen auch gemeinsam überlegen, wie man die Not der Menschen lindern kann. Jetzt müssen alle einen neuen Anlauf für Gespräche nehmen, damit die Kämpfe im Jemen aufhören.

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