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Deutsches Auswandererhaus: Tipp für die ganze Familie

Ein Hafen mit einem Schiff wurde im Museum nachgebaut. 

Foto: Stefan Volk

Ein Hafen mit einem Schiff wurde im Museum nachgebaut.  Foto: Stefan Volk

Das Museum steht in der Stadt Bremerhaven im Norden von Deutschland. Es lohnt sich, mal hinzufahren. Man kann dort viel erleben und lernen.

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Deutschland ist ein Land, in das seit Jahrhunderten immer wieder Menschen eingewandert sind. Sie kamen aus Frankreich und aus Polen, aus Griechenland und in den letzten zwei Jahren oft aus Syrien und dem Irak. Aber Deutschland ist auch ein Land, aus dem jedes Jahr rund 100 000 Menschen wegziehen und in ein anderes Land auswandern. Das Deutsche Auswandererhaus in der Stadt Bremerhaven ist ein besonderes Museum, das die persönlichen Geschichten einiger dieser Menschen erzählt.

Nach Australien, in die USA

Das Auswandererhaus ist für die ganze Familie spannend, denn am Eingang bekommt jeder die Karte einer bestimmten Person, die Deutschland irgendwann einmal verlassen hat. Danach folgt man ihren Spuren durchs Haus.


Da ist zum Beispiel das einjährige Baby Ludwig, das im Jahr 1863 mit seiner Familie nach Australien auswandert, weil diese hier in Armut lebt. Da ist der 23-jährige Schneider Paul, der 1886 sein Glück in Amerika sucht. Auch das Dienstmädchen Martha träumt von den USA und fährt 1923 mit dem Schiff nach New York. Und ein Ärztepaar flieht 1939 vor den Nationalsozialisten in Deutschland in die USA. Beide sind Juden.


Auswanderung nach Amerika – das bedeutete, ein Schiff nach New York zu besteigen. Ein solches Schiff fuhr regelmäßig in Bremerhaven ab. Im Museum ist die Situation am Hafen nachgebaut. Viele Familien stehen hier (als Puppen) mit ihren Koffern und warten. Auf dem Schiff hatten sie meist nur sehr wenig Platz. Es war eng und stickig, viele wurden krank, manche starben sogar. Im Museum sind die Betten, die Waschräume und der Speisesaal auf dem Schiff nachgebaut. Am Ende kommt man in New York an und muss die Fragen der Einwanderungsbeamten beantworten.


In einem anderen Teil des Museums geht es um die Einwanderung nach Deutschland, vor allem um die sogenannten „Gastarbeiter“, die vor etwa 50 bis 60 Jahren aus Italien, Griechenland und Spanien zu uns kamen.


Das Museum zeigt damit, dass Menschen, die in ihrem Land Auswanderer genannt werden, in einem anderen Land Einwanderer sind. So hängt beides miteinander zusammen.

INFOS ZUM AUSWANDERERHAUS

Das Deutsche Auswandererhaus (Columbusstraße 65) in Bremerhaven ist ein schönes Ziel für einen Wochenendausflug oder einen Kurzurlaub. Mit dem Auto fährt man aus dem Ruhrgebiet etwa dreieinhalb Stunden hin. Eine Familienkarte kostet 38 Euro. Informationen: 0471/90220-0 oder www.dah-bremerhaven.de

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