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TKKG Junior-Rätselkrimi: „Fahrradrallye mit Hindernissen“

TKKG - Das sind Tim, Karl, Klößchen und Gaby. Und natürlich darf auch Hund Oscar nicht fehlen!

TKKG - Das sind Tim, Karl, Klößchen und Gaby. Und natürlich darf auch Hund Oscar nicht fehlen!

Foto: COMICON S.L./Beroy + San Julian

Jede Woche findest du in der Kinderzeitung CHECKY! Fortsetzungskrimis von TKKG Junior. Lies hier alle Teile von „Fahrradrallye mit Hindernissen“!

„Hier ist alles drin was ich für die Fahrradrallye brauche.“ Karl schulterte seinen Rucksack. „Trinkflasche, Müsliriegel, Flickzeug und Luftpumpe.“ Tim tippte an Karls Stirn. „Und hier drin ist alles, was wir zur Lösung der Aufgaben brauchen.“ Klößchen wühlte in seinem Rucksack. „Das Wichtigste habe ich dabei.“ „Schokolade“, kam es gleichzeitig aus Tims, Karls und Gabys Mund. „Ihr seid gute Detektive.“ Klößchen schlug sich die Hand vor den Mund. „Oh nein! Ich hab die Schoki vergessen.“ „Die erste Raststätte kommt hier.“

Gaby zeigte auf eine Karte, die am Startpunkt von TKKGs Biolehrer Herrn Keismar aufgehängt worden war. Die Strecke war mit rotem Band und Reißzwecken markiert, die Schüler in Gruppen aufgeteilt. Der Lehrer räusperte sich. „Hier kommt die erste Aufgabe: Welcher Baum trägt herzförmige Blätter? Eure Antworten besprechen wir an der nächsten Station.“ Die Schüler rasten los. „Ist das eine Rallye oder ein Wettrennen?“, schnaufte Klößchen als sie nach einer Weile auf einen Feldweg abbogen. Er zeigte auf Nick aus der Parallelklasse, der ganz vorne fuhr.

„Ich bin schneller.“ Tim trat heftig in die Pedale und verschwand in einer Staubwolke. Lachend fuhren Karl, Klößchen und Gaby mit Oskar im Fahrradkorb hinterher. Karl zeigte auf einen knorrigen Baum. „Die Blätter der Linde sind übrigens herzförmig.“ „Auf Karl ist Verlass!“, freute sich Gaby. „Da vorn ist die erste Raststätte.“ „Pinkelpause.“ Karl lehnte sein Rad an einen Baum und verschwand im Gebäude. Klößchen schnupperte. „Wenn mich nicht alles täuscht gibt es hier Kuchen.“

„Genau!“ Ein Junge in TKKGs Alter mit Sommersprossen im Gesicht kam aus der Tür. „Hi, ich bin Pepe. Meine Mutter hat Apfelkuchen gebacken! Dazu gibt es Schokosoße! Kommt doch rein.“ „Das klingt wundervoll!“ Schlafwandlerisch folgte Klößchen dem Kuchenduft, aber Herr Keismar, der gerade von seinem Rennrad sprang, hielt ihn fest. „Leider müssen wir direkt nach dem Zwischenstopp weiter. Meine App sagt, dass es bald regnen soll.“ „O nein!“, rief Tim, als sie wieder kurze Zeit später auf ihre Räder steigen wollten. »Ich hab einen Platten!“ Blitzschnell holte Karl sein Flickzeug hervor und betrachtete den Fahrradreifen. „Das gibt es doch nicht!“

Was steckt in Tims Fahrradreifen?

Unter den entsetzten Blicken der Mitschüler zog Gaby eine Reißzwecke aus Tims plattem Fahrradreifen. Gemeinsam begannen Tim und Karl, den Fahrradmantel abzuziehen. Klößchen und Gaby verzogen sich heimlich hinter einen Baum und pinselten vorsichtig die Reißzwecke ein. Fingerabdrücke wurden sichtbar. „Ich habe eine Vermutung“, flüsterte Klößchen. „Nick!?“, wähnte Gaby. „Genau!“ Klößchen sah sich um. „Wo ist der überhaupt?“ „Sein Mountainbike steht hier.“ Unbemerkt pinselte Gaby die Griffe ein. „Übereinstimmung der Fingerabdrücke auf Reißzwecke und Nicks Rad zu einhundert Prozent.“

Klößchen sprang auf. „Da! Er ist in der Raststätte. Ich hab seinen blöden Kopf am Fenster gesehen.“ „Wir können gleich weiter“, vermeldete Tim, der Karl gerade den Klebstoff für den Reifen reichte. „Gut, aber wir müssen kurz etwas erledigen.“ Gaby zwinkerte Tim und Karl zu und verschwand mit Klößchen in der Raststätte. Zufrieden lächelnd zückte der einzige Gast Nick gerade sein Portemonnaie. „Frechheit! Er hat von dem Kuchen gegessen“, murrte Klößchen.

Gleichzeitig kam Pepe mit einem Strauß Rosen durch eine Seitentür. Er gab ihn einer Frau mit schulterlangen Haaren. „Hier Mama, als Trost.“ „Danke, mein Schatz.“ Die Frau lächelte und Pepe verschwand wieder durch die Tür. „Du wolltest zahlen?“ Sie kam auf Nick zu. Der öffnete sein Portemonnaie, dabei kullerte eine Reißzwecke heraus. Gaby bückte sich blitzschnell und hob sie auf. „Du warst das mit dem Platten.“ Nick grinste. „Ihr könnt mir nichts nachweisen. Ich hab hier ganz in Ruhe leckeren Kuchen gegessen.“

Der Lehrer betrat den Raum. „Ihr solltet keinen Kuchen essen. Wir müssen weiter.“ „Die Verzögerung haben wir Nick zu verdanken“, zürnte Klößchen. „Er hat die Reißzwecke heimlich in Tims Reifen gesteckt, damit er in Ruhe essen kann.“ Nick zuckte mit den Schultern. „Wir haben Fingerabdrücke als Beweis“, erklärte Gaby. „Das wird ein Nachspiel geben“, sagte der Lehrer ernst. „Aber weil wir vor dem Regen noch drei Etappen vor uns haben, müssen wir jetzt los. Wütend stapfte Klößchen als erster aus der Gaststätte und erschrak. „Ich glaub es nicht!“ Klößchens und Gabys Räder, die nebeneinander im Fahrradständer gestanden hatten, waren weg!

Wo sind die Räder und wer steckt dahinter?

„Ich hab eure Räder nicht geklaut“, sagte Nick und grinste schief. „Ihr seid mein Alibi.“ „Wir waren ja nicht die ganze Zeit bei dir“, sagte Gaby. „Oskar, du kannst da im Garten ein bisschen spielen.“ Kläffend wetzte der Cockerspaniel los. Die Detektive liefen in die Raststätte. Niemand war dort, nur Pepes Mutter, die gerade den Rosenstrauß in eine Vase stellte. „Wollt ihr doch einen Kuchen?“ „O ja, eigentlich schon!« Klößchen leckte sich beim Anblick des Apfelkuchens über die Lippen.

„Nein danke. Unser Lehrer möchte, dass wir schnell weiterfahren.“ Gaby streichelte Klößchen mitfühlend über den Arm. „Wir haben eine Frage an Sie: Nick, unser Mitschüler – war er die ganze Zeit hier oder ist er zwischendurch verschwunden?“ „Er hat zwei Stücke Kuchen gegessen und saß an diesem Tisch“, berichtete die blonde Frau. Klößchen schüttelte den Kopf und ließ sich auf einen Stuhl fallen. Dabei stieß er gegen den Rosenstrauß. Die Vase kippte in Klößchens Richtung, aber Tim war schneller und fing sie auf.

Plötzlich war lautes Gebell zu hören. „Oskar, alles klar?“ Gaby lief zur Seitentür, die auf eine Terrasse mit Tischen und Stühlen führte. Ihre Freunde folgten ihr. Auf der Wiese hinter der Terrasse sprang Oskar auf und ab und kläffte schwanzwedelnd. „Warum bellst du denn so?“ Gaby folgte Oskars Blick und entdeckte etwas Glänzendes hinter einer Rosenhecke. „Das gibt’s doch nicht!“, rief sie. „Oskar hat unsere Räder gefunden.“ Schnell kroch Tim hinter die Büsche. Klößchen robbte hinterher. „Au! Das piekt!“ Karl und Gaby positionierten sich davor.

„Hebt die Räder am besten hier drüber.“ Karl deutete auf einen niedrigen Strauch. Als die Räder wieder auf der Wiese standen, machten die Detektive eine schockierende Entdeckung. „O nein, die Luft ist raus!“ Klößchen schlug die Hände über dem Kopf zusammen. „Wahrscheinlich davon?“ Gaby zeigte auf mehrere Rosendornen, die in ihrem und Klößchens Vorderrad steckten. „Wie soll das denn passiert sein? Dornen springen ja nicht einfach alle in Fahrradreifen!“ Klößchen sah sich die Büsche genauer an. „Hier sind Zweige abgeschnitten.“ Grübelnd kratzte er sich am Kopf. „Irgendwo habe ich doch heute schon mal Rosen gesehen…“

Wo hat Klößchen die Rosen gesehen?

„Pepe hat seiner Mutter vorhin einen Rosenstrauß geschenkt“, fiel Gaby ein. „Die Rosen in der Vase sahen irgendwie komisch aus.“ Gaby grübelte. „Ich schau nach!“ Klößchen stapfte über die Terrasse zum Seiteneingang der Raststätte, während Karl wieder sein Flickzeug aus dem Rucksack holte. Gaby folgte Klößchen, der staunend vor dem Rosenstrauß stand. „An den Stielen ist kein einziger Dorn, aber einige Schnittstellen. Jemand hat die Dornen entfernt.“ Pepe kam hinter dem Tresen hervor. „Ihr seid ja immer noch da. Bestellt ihr jetzt endlich Kuchen?“

Gaby merkte auf. „Hast du unsere Räder etwa absichtlich versteckt und die Dornen in die Reifen gedrückt? Damit wir Kuchen essen?“ Pepe wurde rot. „Kann sein.“ Seine Mutter kam hinter dem Tresen hervor. „Wie bitte?“ Pepe ließ den Kopf hängen. „Du hast doch selbst gesagt, dass wir nicht genug Gäste haben.“ „Aber deshalb macht man doch nichts kaputt, Pepe.“ Die Frau drehte sich zu Klößchen und Gaby. „Das tut mir wirklich leid.“ „Dass du unsere Reifen zerstochen hast, finde ich ziemlich daneben“, Klößchen trat aufgewühlt von einem Fuß auf den anderen, „aber dein Motiv kann ich auch irgendwie verstehen.“ „Echt?“ Pepe sah Klößchen unsicher an. Gaby stand unschlüssig daneben. „Klößchen hat ein sehr großes Herz. Oder mehrere. So viele wie eine Linde herzförmige Blätter hat.“ „Ja, und sie schlagen besonders heftig für Kuchen und Schokolade“, gab Klößchen zu.

„Schüler der 5b!“ Der Lehrer kam herein. „Wir müssen jetzt los!“ Klößchen seufzte. Plötzlich war ein lauter Donnerschlag zu hören, kurz gefolgt von heftigem Wind und dem Prasseln von Regen. Tim und Karl kamen mit dem patschnassen Oskar hereingelaufen, und auch Nick und die anderen Schüler betraten die Gaststätte. Der Blick des Lehrers fiel auf den Apfelkuchen. „Planänderung! Wir warten hier bis es aufgehört hat zu regnen. Ich gebe euch eine Runde Kuchen aus.“

Die Schüler jubelten. „Herr Keismar, sie sind der Beste“, schwärmte Klößchen. Er zwinkerte Pepe zu, der auch wieder lächeln konnte. „Ich flicke eure Räder, als Entschuldigung.“ „Das erste ist schon fertig“, erklärte Tim fröhlich und steckte Oskar ein Leckerli ins Maul. Als große Kuchenstücke mit Schokosoße vor ihnen standen, war schließlich auch Klößchen wieder glücklich. Genau wie Tim, Karl und Gaby.

Noch mehr Abenteuer von TKKG Junior

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Auch in der Kinderzeitung CHECKY! kannst du die spannenden Abenteuer der vier Freunde lesen. Jede Woche findest du im Heft eine Folge von TKKG Junior. Vier Folgen ergeben einen spannenden Rätselkrimi.

Mehr Infos zur Kinderzeitung CHECKY! findest du auf www.checky.news.

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