Archäologie

Mit Eimer, Schaufel und Pinsel auf Abenteuerreise

Die zehnjährige Elisa durfte beim Grabungscamp im Herner Archäologiemuseum mit Eimer, Schaufel und Pinsel in unterschiedlichen Löchern nach Fundstücken graben.

Die zehnjährige Elisa durfte beim Grabungscamp im Herner Archäologiemuseum mit Eimer, Schaufel und Pinsel in unterschiedlichen Löchern nach Fundstücken graben.

Foto: Klaus Pollkläsener

Herne.   Elisa Scharlau durfte sich einen Traum erfüllen und einen Tag als Archäologin arbeiten. Bei den Ausgrabungen ging es zurück in die Steinzeit.

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Kinderreporterin Elisa Scharlau (10) hat im LWL-Museum für Archäologie an einem Grabungscamp teilgenommen. Sie interessiert sich sehr für Archäologie und will vielleicht einmal Archäologin werden. Lest hier ihren Bericht:


„Im LWL-Museum für Archäologie in Herne kann man für ein paar Stunden zum Archäologen werden und bei einer nachgebauten Ausgrabung mitmachen. Von unserem netten Führer Kai hat jeder eine gelbe Grabungsweste bekommen. Danach sind wir in ein Zelt gegangen, in dem die Grabung stattfand.

Verfärbungen auf dem Boden

Dort wurde uns erklärt, woher ein Archäologe eigentlich weiß, wo er graben muss. Etwa auf einer Baustelle können aus Zufall archäologisch wertvolle Dinge gefunden werden. Oder der Archäologe erkennt auf Luftaufnahmen Verfärbungen auf dem Boden, zum Beispiel Stellen, an denen kein Gras wächst. Dort kann ein Haus gestanden haben.


Dann haben wir das Zelt erkundet. Es ging dort hinunter und man konnte am Rand des Loches die verschiedenen Erdschichten sehen. Dort haben wir diese braunen Kreise auf dem Boden entdeckt. Die können von Holzpfeilern, die zum Stützen von Häusern verwendet wurden, stammen.


Wir haben alle Eimer, Schaufel und Pinsel bekommen, um in unterschiedlichen Löchern nach Fundstücken zu graben. Die Grabungslöcher, die am tiefsten lagen, waren am ältesten. Dann hat unser Führer Kai uns erklärt, wie wir beim Ausgraben vorgehen sollen. Bei einer Ausgrabung muss ein Archäologe besonders aufpassen, dass er nicht einfach an den Funden zieht, denn so können sie kaputtgehen.


Nun haben wir angefangen, mit den Schaufeln den Sand vorsichtig in die Eimer zu schütten. Dabei haben wir Knochen, Scherben, Steine und Gegenstände aus Metall freigelegt. Mit dem Pinsel haben wir die Feinarbeiten erledigt.

Es gab einiges zu entdecken

Als wir fertig waren, haben wir besprochen, was wir gefunden haben. In dem Loch weiter unten haben wir das Gebiss eines Schweins, eines Schafs, eines kleinen Rindes und eine zerbrochene Axt aus Stein gefunden. Daraus konnten wir schließen, dass dies eine Müllgrube aus der Steinzeit war. In dem Loch weiter oben war eine Urne mit einer Pinzette, einem Rasiermesser und einem Armreif als Grabbeigaben.


Es gab noch viel mehr zu entdecken und unsere Zeit war viel zu schnell um. Ich komme gerne noch mal wieder, um an den restlichen Stellen zu graben.“
Kinderreporterin Elisa Scharlau (10), Moers

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