Kinderreporter

Kreuz und quer durchs Schauspielhaus

Karlotta (rechts) besuchte mit sechs anderen Kindern das Schauspielhaus in der Stadt Bochum.

Karlotta (rechts) besuchte mit sechs anderen Kindern das Schauspielhaus in der Stadt Bochum.

Foto: Ingo Otto

Bochum.   Kinderreporterin Karlotta Schmitz (11) sah hinter die Kulissen in der Stadt Bochum. Das sind ihre Eindrücke.

Mein Besuch im Schauspielhaus Bochum war super! Ich hatte Riesenglück, dass meine Schwester Freeda und ich bei der interessanten Führung dabei sein konnten. Wir hatten mit fünf anderen Kindern diesen Rundgang durch das Theater„gewonnen“. Wir konnten uns ganz viele Sachen angucken, die man sonst als Zuschauer nicht sehen kann. Wir durften nämlich nicht nur einen Blick hinter die Kulissen werfen, sondern auch durch ganz viele endlose Gänge gehen, uns viele unterschiedliche Räume und Bühnen anschauen und ganz viele Fragen stellen. Das war richtig spannend!

Theater ist 100 Jahre alt

Mich hat es sehr überrascht, dass in Bochum das größte Theater in ganz Deutschland steht, da Bochum ja nicht gerade zu den größten Städten im Ruhrgebiet oder in Deutschland gehört. Ich dachte, dass das größte Theater vielleicht in Berlin stehen würde. Das Bochumer Theater ist nicht nur das größte, es wird dieses Jahr auch schon 100 Jahre alt. Einige Teile sind sogar noch aus der Zeit, als es gebaut wurde, z.B. die alten Mahagoniwände, die riesigen alten Leuchter im Vorraum, die superschön sind, und die Messingrahmen der alten Fenster.


Da das Theater so groß ist, arbeiten im Bochumer Schauspielhaus auch ganz viele Menschen, so ungefähr 300 Leute. Natürlich auch Schauspieler, aber das sind gar nicht so viele. Die meisten Mitarbeiter sind Techniker, Schreiner, Maler, Maskenbildner… Es gibt auch einen Intendanten, der die Geschäfte leitet und der gleichzeitig auch der Regisseur von Theaterstücken ist. Er wählt die Stücke aus, die aufgeführt werden, und auch die Schauspieler, die nachher in den Stücken mitspielen sollen. Er ist so etwas wie der Chef des gesamten Theaters.

Viele schöne Bilder

Wir durften hinter die Kulissen der Kammerspiele, ins Kulissenlager, in den Malersaal, ins große Schauspielhaus, in die Maske und in eine Umkleide hinein. Ich fand den Malersaal am besten, da er so groß war und dort ganz viele riesige und schöne Bilder hingen. Überall waren Farbe und bunte Kleckse auf dem Boden, den Stühlen und Tischen. Da sah toll aus. So stelle ich es mir auch in einem richtigen Maleratelier vor. Man darf da scheinbar so richtig rumklecksen und man muss es nicht einmal wegwischen. Das finde ich toll. So einen Raum hätte ich auch gerne. Uns wurde auch erzählt, dass der längste Pinsel, den es dort gibt, 1,10 Meter lang ist.

Die Maske war aber auch toll. Die vielen bunten und verrückten Perücken und das Kunstblut, das in einem großen Glas war, sahen sehr echt aus. Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch im Schauspielhaus Bochum, dann aber bestimmt wieder als Zuschauerin.
Kinderreporterin Karlotta Schmitz (11), Oberhausen

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben