Schule

Jakob (7) geht in Jerusalem auf eine amerikanische Schule

Das ist Jakob (mit Trinkflasche) mit seinen Klassenkameraden.

Das ist Jakob (mit Trinkflasche) mit seinen Klassenkameraden.

Foto: privat

Jerusalem.   Der siebenjährige Jakob erzählt vom Alltag an seiner Schule. Der Unterricht ist auf Englisch. Jakob hat auch Sport, Schwimmen und Französisch.

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Mein Papa arbeitet in Ramallah im Westjordanland. Er baut an einer Kläranlage in Gaza. Deswegen wohnen wir in Jerusalem. Eine deutsche Schule gibt es hier nur für Mädchen. Deswegen gehe ich auf eine amerikanische Schule.


Ich bin an meinem vierten Geburtstag in die Schule gekommen, das war vor drei Jahren. Ich war erst in der Pre-School. Da lernt man die Buchstaben und spielt ganz viel. Jetzt bin ich in der zweiten Klasse. Wir sind 13 Kinder in der Klasse: sieben Jungen und sechs Mädchen.

Eine Mappe zu jedem Thema

Der Unterricht ist auf Englisch. Wir fangen morgens immer mit Mathe an. Nach zwei Stunden ist eine Pause, dann kommen wieder zwei Stunden und dann ist die Mittagspause. Ein Fach heißt „language arts“, P.E. steht für „physical education“, das ist Sport. Im Fach „theme“ lernen wir zum Beispiel etwas über den Wasserkreislauf oder wie die Menschen Amerika besiedelt haben. Zu jedem Thema machen wir eine Mappe, ein „journal“. In Musik lernen wir gerade, wie man Flöte spielt.


Donnerstags haben wir Schwimmen. Es gibt einen Swimming Pool mit zwei Becken auf dem Gelände. Ein Dach kann über den Pool geschoben werden. Wir üben Brust-, Rücken- und Kraulschwimmen. In einem Pool kann ich nicht stehen, da schwimmen wir mit Schwimmnudeln oder -brettern. Wir tauchen auch und springen vom Ein-Meter-Brett.


Der Schulbus fährt früh los

Der Schulbus fährt morgens um 7 Uhr ab, ich muss deswegen um 6 Uhr aufstehen. Nachmittags fährt der Bus um 15 Uhr ab und fährt alle Kinder nach Hause. Am Ende des Schultags reden wir 20 Minuten in der Klasse über den Tag und ob uns jemand geärgert hat oder ob wir uns auf etwas freuen.


Miss Schutz ist meine Klassenlehrerin. Bei ihr habe ich Mathe und „language arts“, „theme“ und das Treffen am Nachmittag („afternoon meeting“). Coach Ross ist mein Sportlehrer. Ich mag am liebsten Spiele, bei denen man nicht so schnell rausfliegen kann. Ein Spiel heißt „Shark Attack“ (Hai-Angriff). Alle Kinder haben dabei Bänder an der Hose. Ein Kind ist der Hai und muss versuchen, die Bänder an der Hose der Kinder zu fangen. Ein Geburtstagskind bekommt drei Bänder. Wer kein Band mehr hat, wird selbst zum Hai.

Jeden Freitag ein Test

Englisch finde ich einfach, aber Französisch finde ich schwer. Als Hausaufgabe müssen wir in Englisch Wörter lernen. Meist sind es 15 bis 20 Wörter in der Woche. Wir lernen, was sie bedeuten und wie man sie schreibt. Freitags schreiben wir immer einen Test. Meistens habe ich 0 oder einen Fehler.


In der Klasse sind alle Kinder meine Freunde. Ich bin aber auch mit Antonio befreundet, er ist in der ersten Klasse. Das Essen für die Schule gibt mir meine Mama mit, zum Beispiel Brote mit Marmelade, Frischkäse, Wurst oder Honig. Freitags gibt es immer Pizza in der Schule.

Kinderreporter Jakob Blume (7), Jerusalem

>> JERUSALEM

Das Land Israel nennt Jerusalem seine Hauptstadt. Aber nur der Westen der Stadt gehört zu Israel. Der Osten der Stadt ist seit einem Krieg im Jahr 1967 von Israel besetzt. Die Palästinenser, die dort wohnen, wollen ebenfalls, dass Jerusalem ihre Hauptstadt ist. Daher ist Jerusalem ein Grund dafür, dass es zwischen Israel und Palästina keinen wirklichen Frieden gibt.

Zu den palästinensischen Gebieten zählen das Westjordanland und der Gaza-Streifen am Mittelmeer.

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