Kultur

Ein Blick hinter die Kulissen des Capitol Theaters

Die Kinderreporterinnen Laura und Hannah haben dem Capitol Theater in Düsseldorf einen Besuch abgestattet und sich gründlich umgesehen.

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Unsere Kinderreporterinnen Laura und Hannah haben dem Capitol Theater in Düsseldorf einen Besuch abgestattet. Was sie hinter den Kulissen erlebt haben, lest ihr hier:


„Früher war das Capitol Theater ein Straßenbahndepot, es wurde aber schon vor vielen Jahren umgebaut. Zuerst durften wir in den großen Theatersaal mit 1100 Plätzen. Hier wurden schon Musicals wie „Cats“, „Shrek“ und „Das Dschungelbuch“ gezeigt. Das erste Stück, das hier aufgeführt wurde, war „Grease“.

Raum nur für Perücken

Danach durften wir den Backstagebereich, der für normale Besucher streng geheim ist, erkunden. Um ein richtig schönes Theaterstück zu spielen, braucht man nicht nur eine Bühne und die Darsteller, sondern auch noch viele weitere Räume wie eine Maske oder einen Proberaum. In der Maske hat jeder seinen eigenen Platz, wo er oder sie geschminkt wird.

Außerdem gibt es einen Raum, in dem nur Perücken gelagert werden. Diese Perücken werden alle Haar für Haar von Hand geknüpft. In einem weiteren Raum hängen viele Kostüme, die im Theater von Hand genäht werden. Je aufwendiger die Kostüme sind, desto länger brauchen die Schneider dafür. Die Hüte werden von speziellen Hutmachern gemacht.

Berühmte Leute

In der Kantine, in der auch schon berühmte Leute wie Maite Kelly und Sky du Mont saßen, können die Darsteller Pause machen und etwas essen und trinken oder auch einfach plaudern. Da eine Vorstellung im heißen Rampenlicht ganz schön anstrengend ist, gibt es einen Raum zum Duschen. Den können die Darsteller auch nutzen, wenn sie vorher im kleinen Fitnessraum etwas Sport gemacht haben. Da die Darsteller das Theaterstück auch üben müssen, gibt es eine Probebühne. Zum Üben haben sie oft nur sechs Wochen Zeit.

Schnell umziehen

Hinter der Bühne ist es ziemlich eng. Oft laufen hier während einer Aufführung 52 Personen herum. Dort gibt es auch noch einen Raum, in dem sich die Darsteller während der Show in 15 bis 20 Sekunden umziehen müssen. Diesen Raum nennt man „Black Box“.

In der Black Box ist auch noch eine Art Container, in dem die Live-Band ihren Platz hat und die Lieder zu den einzelnen Szenen eines Musicals spielt. Die Lieder werden dann von Mikrofonen auf die Bühne übertragen. Damit niemand seinen Einsatz verpasst, gibt es hier und auf der Bühne Kameras. Um während der Show überhaupt etwas sehen zu können, gibt es den Technikraum, wo der Techniker das Licht und die Musik steuert. Dort gibt es ziemlich viele Knöpfe und Schalter. Am Ende sind fünf bis sechs Lastwagen nötig, um alles abzutransportieren.

Später durften wir den Theaterleiter Henning Pillekamp interviewen. Er erzählte, dass er mit 16 Jahren das Musical „Tanz der Vampire“ gesehen habe und danach wusste, dass er beruflich etwas in dieser Richtung machen wollte. Da er aber nicht die beste Stimme hätte, studierte er, um am Theater im organisatorischen Bereich zu arbeiten. Auf die Frage, wie man zum Theaterspielen kommt, gab er den Tipp, früh zu Castings zu gehen. Außerdem bräuchten wir Talent und als Musicaldarsteller muss man gut singen und tanzen können.

Selbst auf die Bühne

Zum Schluss durften wir noch selber Bühnenluft schnuppern und uns mit dem Mikrofon auf der Bühne vertraut machen. Dieses war für ungewohnt, gleichzeitig aber auch lustig. Es war ein aufregender Tag mit vielen neuen Eindrücken!“

Kinderreporterinnen Hannah Gutzeit (10) und Laura Kampen (12)

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