Workshop

Besonderes Mikroskop liefert spektakuläre Bilder

Elisabeth sitzt bei der Firma Hitachi an einem Rasterelektronenmikroskop.

Elisabeth sitzt bei der Firma Hitachi an einem Rasterelektronenmikroskop.

Foto: Privat

Krefeld.   Kinderreporterin Elisabeth (9) hat Salzkristalle untersucht. Es hat ihr viel Spaß gemacht, sie fühlte sich wie eine richtige Wissenschaftlerin.

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Zehn Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren haben an einem Workshop bei der Firma Hitachi in Krefeld teilgenommen, bei dem sie Rasterelektronenmikroskope benutzen durften. Auch Kinderreporterin Elisabeth Pohland (9) war dabei. Rasterelektronenmikroskope sind besonders teure Mikroskope, die Dinge extrem vergrößern können. Lest hier, was Elisabeth beim Workshop erlebt hat:


„Die Firma Hitachi kommt aus Japan und stellt ganz unterschiedliche Geräte her. Zum Beispiel Baumaschinen wie Bagger und Kräne, Züge, medizinische Geräte und Mikroskope. Diese Geräte werden in vielen Ländern auf der Welt verkauft.

Das Rasterelektronenmikroskop kennenlernen

Weil der VDIni-Club uns Kindern zeigen möchte, wieviel Spaß Technik und Naturwissenschaften machen, werden wir ein paar Mal im Jahr eingeladen, verschiedene Firmen zu besuchen oder Experimente zu machen. Man muss nicht zu allen Treffen gehen, sondern kann sich dafür anmelden, wenn man Zeit und Lust hat.


Zur Firma Hitachi bin ich mit meiner Mutter gefahren. Vom VDIni-Club war Sophie dabei – sie hat den Besuch organisiert. Bei der Firma Hitachi haben uns drei Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin erwartet.

Zuerst hat uns Herr Schmidt erklärt, welchen Unterschied es zwischen einem Lichtmikroskop und einem Rasterelektronenmikroskop (kurz sagt man REM) gibt: Ein Lichtmikroskop haben manche Kinder selber zu Hause oder kennen es aus der Schule.

Alle Kinder haben selbst Proben mitgebracht

Ein REM hat eine 100.000-fache Vergrößerung und verbraucht nur so viel Strom wie ein Fernseher. Dafür erzeugt es aber keine farbigen Bilder, sondern nur schwarzweiße. Es ist aber auch viel teurer als ein Lichtmikroskop.


Wir durften uns ein Rasterelektronenmikroskop ansehen und ausprobieren. Das Gerät passt auf einen normalen Schreibtisch und sieht aus wie ein schmaler Schrank mit einer Schublade vorne.


Alle Kinder habe selber Proben mitgebracht, um sie im Rasterelektronenmikroskop zu vergrößern. Das waren Blätter, Fossilien, Insekten, Legosteine und Haare. Ich wollte sehen, wie ein Salzkristall aussieht. Ich habe die Probe in das Mikroskop eingelegt, vergrößert und es sah total cool aus, wie ein Planet im Weltall.

Mit der Maus das Mikroskop steuern

Ich musste die Probe dafür zuerst auf einem kleinen Metalltellerchen mit einem Spezialkleber festmachen. Die Probe darf nicht zu hoch sein, damit sie in die Mikroskopierkammer passt.

Unten an dem Tellerchen ist ein Metallstift, der in die Kammer gesteckt wird. Dann habe ich die Kammer wie eine Schublade zugeschoben und einen Verriegelungsknopf gedrückt.


Neben dem REM stehen ein Computer und ein großer Bildschirm. Mit der Maus habe ich dann das REM gesteuert. Zuerst musste die Luft aus der Kammer abgepumpt werden, damit die Luftmoleküle nicht den Elektronenstrahl vom REM stören.

Wenn keine Luft mehr da ist, heißt das Vakuum. Ich konnte auf dem Bildschirm ein kleines farbiges Bild von meiner Probe sehen. Auf dem Bild habe ich angeklickt, welche Stelle ich vergrößern wollte.

Die Teilnehmer helfen sich gegenseitig

Mit der Maus konnte ich dann die Vergrößerung einstellen, das Bild scharf stellen und hin und her schieben, um noch andere Stellen zu sehen. Als ich zufrieden mit dem Bild auf dem Monitor war, musste ich nur auf den „Foto“-Knopf klicken und mein Bild wurde auf dem Computer gespeichert.


Wir waren in zwei Gruppen eingeteilt und haben an drei verschiedenen Mikroskopen gesessen. Alle konnten ihre Proben angucken und das Gerät selber bedienen.

Wir haben alle geguckt, was die anderen für Proben haben und uns gegenseitig geholfen, wenn jemand vergessen hatte, was als Nächstes gemacht werden muss.

Zwischendurch gab es Getränke und superleckeren Kuchen. Wir sind nicht wie kleine Kinder behandelt worden, die mit dem Gerät nicht umgehen dürfen, weil es so teuer ist und wir durften alle Fragen stellen. Ich habe mich wie eine richtige Wissenschaftlerin gefühlt.


Die Bilder die wir gemacht haben, hat Sophie von Hitachi bekommen und unsere Eltern konnten sie dann herunterladen.


Ich hätte auch gern so ein Mikroskop zu Hause. Dann würde ich mir alles angucken, was ich finde, um zu sehen, wie es in Wirklichkeit an der Oberfläche aussieht.

Kinderreporterin Elisabeth Pohland (9) aus Essen

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