Geheimdienst

Aus diesem Haus dringt kein Geheimnis nach draußen

James Bond in Action. Der Schauspieler Daniel Craig spielt gerade den Agenten 007. Ganz so spannend wie in den Kinofilmen ist die Arbeit von Agenten aber wohl nicht.

James Bond in Action. Der Schauspieler Daniel Craig spielt gerade den Agenten 007. Ganz so spannend wie in den Kinofilmen ist die Arbeit von Agenten aber wohl nicht.

Foto: dpa/Sony

Spione gibt es nicht nur im Kino. Sie arbeiten auch in echt – für den Bundesnachrichtendienst. Auf der ganzen Welt werden sie eingesetzt.

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Wer kennt ihn nicht – Bond, James Bond, Agent mit der Nummer 007. Viele Bösewichte hat er rund um die Welt gejagt, dass es nur so kracht. Dabei fliegen Autos durch die Luft, 007 hängt an einem Hubschrauber, rast mit Schnellbooten über das Wasser oder auf Skiern senkrecht einen Abhang hinunter.

Passiert ist ihm dabei noch nichts. Denn James Bond, wie er hier zu sehen ist, gibt es nur im Kino, erfunden hat ihn der Schriftsteller Ian Fleming aus dem Land Großbritannien.

Aber: Spione gibt es wirklich. Auch für Deutschland arbeiten viele dieser Agenten, sie haben ihre Stützpunkte in vielen Ländern und sie leben dort unter fremdem Namen. Eine ihrer Aufgaben: Sie sollen herausfinden, ob jemand zum Beispiel einen Terroranschlag plant.

Oder sie sollen andere Spione ausfindig machen, die von einem fremden Land geschickt werden, um bei uns wichtige Geheimnisse auszukundschaften. Die deutschen Spione arbeiten für die Organisation BND. Die Abkürzung steht für Bundesnachrichtendienst.

Gerade erst hat Kanzlerin Angela Merkel die neue Zentrale des BND in der Hauptstadt Berlin eröffnet. Der BND ist ein Geheimdienst. Wie der Name schon sagt, ist seine Arbeit streng geheim. Deshalb ist die neue Zentrale auch sehr gut abgesichert. Um das Gelände stehen hohe Zäune, alles wird von Kameras überwacht.

Am Eingang muss jeder sein Handy abgeben, damit niemand Geheimnisse aus dem Gebäude schmuggelt. Dann muss man seine Hand von einem Scanner fotografieren lassen. Das Gerät erkennt die Adern in der Hand. Diese ergeben bei jedem Menschen ein anderes Muster, wie beim Fingerabdruck. So findet der Scanner heraus, ob die Hand zu einem Mitarbeiter gehört oder nicht.

Beim BND arbeiten aber nicht nur Spione, sondern auch viele andere Berufsgruppen. Deshalb ist die neue Zentrale auch sehr groß. Sie bietet so viel Platz wie 36 Fußballfelder und mehr als 5000 Räume. Der Bau dauerte sehr lange und war sehr teuer. Deutschland zahlte dafür etwas mehr als eine Milliarde Euro. Das ist etwa dreimal so viel, wie das Fußball-Stadion des FC Bayern München gekostet hat.

Vor etwas mehr als zwölf Jahren gingen die Bauarbeiten los. Zwischendurch gab es immer wieder Probleme. Im letzten Jahr zogen nach und nach Mitarbeiter ein. Etwa 100 000 Umzugskartons wurden in die Zentrale gebracht. Würde man die alle hintereinander stellen, bräuchte man etwa zehn Stunden, um an allen vorbeizugehen.

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