Umwelt

Auf der Erde soll es nicht immer wärmer werden

Eine riesige Postkarte, die aus rund 125.000 einzelnen Postkarten besteht, wurde von Klimaschützern auf dem Aletschgletscher beim Jungfraujochsattel auf dem Jungfrauberg ausgerollt. Mit einer riesigen Postkarte machen Umweltschützer auf den Klimawandel aufmerksam.

Eine riesige Postkarte, die aus rund 125.000 einzelnen Postkarten besteht, wurde von Klimaschützern auf dem Aletschgletscher beim Jungfraujochsattel auf dem Jungfrauberg ausgerollt. Mit einer riesigen Postkarte machen Umweltschützer auf den Klimawandel aufmerksam.

Foto: dpa

Katowice.   Bei der UN-Klimakonferenz in Katowice suchen Experten Lösungen, wie man auf den weltweiten Klimawandel reagieren kann.

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Vom 3. bis zum 14. Dezember kommen ganz viele Experten in dem polnischen Ort Katowice zusammen, um über den Klimawandel zu sprechen. Es ist die UN-Klimakonferenz. UN ist die Abkürzung für United Nations (übersetzt: Vereinte Nationen).


Vor drei Jahren gab es eine ähnliche Konferenz in der französischen Hauptstadt Paris. Damals wurde beschlossen, dass die Temperatur auf der Erde nicht mehr als 1,5 Grad Celsius ansteigen soll. Die Erderwärmung ist nämlich ein sehr großes Problem.

Das Eis am Nordpol schmilzt

Experten haben einmal beschrieben, was auf einer immer wärmeren Erde passieren könnte: Zum Beispiel wird der Meeresspiegel steigen, weil das Eis rund um den Nordpol schmilzt. Dadurch verlieren Millionen von Menschen ihr Zuhause, die etwa an Flussmündungen, auf Inseln und am Ufer leben. Wenn es wärmer und trockener wird, können Pflanzen in ihren bisherigen Gegenden nicht mehr leben. Auch Fische und andere Lebewesen im Wasser sterben, wenn das Wasser wärmer wird. Oder sie ziehen dahin, wo es kühler ist.


Außerdem werden Millionen von Menschen ärmer sein als heute, etwa weil sie weniger Fische fangen und weniger Getreide anbauen können. Wasser wird in manchen Regionen knapp.
Um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, müsste die Welt bald komplett aufhören, Kohle zu verbrennen und fast ganz auf Öl verzichten. Dazu müssten große Wälder gepflanzt werden. Denn der Ausstoß schädlicher Gase, zum Beispiel Kohlendioxid, muss weniger werden.

Hitzewellen in Deutschland

Auch bei uns in Deutschland ist der Klimawandel spürbar, sagen Experten. Es könnte in Zukunft zum Beispiel häufiger zu Hitzewellen kommen. Das wäre für Menschen, Tiere und Pflanzen eine Belastung. Außerdem werden die Temperaturen stärker schwanken.


Über all diese Probleme und mögliche Lösungen soll bei der Klimakonferenz in Katowice gesprochen werden. Experten arbeiten seit der Konferenz in Paris an einem dicken Regelbuch. Darin ist festgelegt, was genau die Länder gegen die Erwärmung der Erde tun wollen. Manche wollen etwa auf besonders schädliche Strom-Kraftwerke verzichten. Durch das Regelbuch soll man die Pläne der Länder besser vergleichen können.

>> WAS 2015 IN PARIS BESCHLOSSEN WURDE:

Das Abkommen von Paris sieht eine Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius, möglichst 1,5 Grad Celsius vor. Um das zu erreichen, sollen die Treibhausgase, die in die Luft gelangen, zwischen 2045 und 2060 auf null zurückgehen. Das ist ein sehr ehrgeiziges Ziel! Es ist nur zu erreichen, wenn sich alle Staaten viel Mühe geben. Die Experten vereinbarten auch: Es sollen mehr Methoden benutzt werden, damit man das Kohlendioxid aus Kraftwerken gar nicht erst in Luft lässt, sondern es unter der Erde speichert. Außerdem sollen mehr Wälder gepflanzt werden.


Die ärmeren Staaten sollen ab dem Jahr 2020 100 Milliarden Dollar jährlich für den Klimaschutz bekommen. Das Problem ist nur: Bei einem Klimagipfel sind sehr viele Menschen, die unterschiedliche Interessen haben. Jeder schaut darauf, dass die Vereinbarungen seinem Land so wenig wie möglich schaden. Die Chefs ärmerer Länder wollen nicht auf Strom durch Kohle verzichten, weil sie billig ist.

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