Umwelt

Auf dem Silbersee in Haltern wird Energie erzeugt

| Lesedauer: 2 Minuten
Die Fläche ist lichtdurchlässig, damit es für die Fische nicht zu dunkel ist.

Die Fläche ist lichtdurchlässig, damit es für die Fische nicht zu dunkel ist.

Foto: Ina Fassbender

Eine neue Anlage in Haltern sammelt Sonnenlicht und wandelt es in Strom um. So entsteht in einem Jahr genug Energie für rund 1000 Haushalte.

Wer in nächster Zeit am Silbersee in der Stadt Haltern vorbeikommt, wird sich denken: „Was schwimmt denn da rum?“ Eine riesige Platte, größer als zwei Fußballfelder, liegt dort auf der Wasseroberfläche. Dabei handelt es sich um eine Solaranlage, also eine Fläche, die das Sonnenlicht speichert und in Energie umwandelt. Sie funktioniert wie eine Art Batterie, die vom Licht aufgeladen wird.

Je stärker die Sonne auf die Fläche strahlt, desto mehr Energie kann gewonnen werden. Aber auch bei einem bewölkten Himmel kommt genügend Licht an. 24 Spezialanker, die tief im See angebracht sind, halten die Fläche an Ort und Stelle.

Keine Bedrohung für die Tiere

Die Energieanlage im Wasser aufzustellen, ist besonders umweltfreundlich. Denn so können andere, wertvolle Flächen unberührt bleiben. Wälder zum Beispiel sind für viele Tiere ein Zuhause und helfen uns dabei, genügend Luft zu bekommen. Dort eine Anlage aufzustellen, würde stören. Und auch landwirtschaftliche Flächen brauchen wir, um Gemüse und Obst zu ernten.

Wasserflächen gäbe es aber genug, sagt Britta Franzheim von der Firma, die die Anlage gebaut hat. „Fische können unter der Anlage her schwimmen und Vögel auf der Anlage landen. Und durch das Wasser wird die Solarfläche gekühlt, wodurch sie noch besser arbeiten kann“, sagt sie. Somit werde den Tieren kein Platz weggenommen.

Die Anlage sorgt auch dafür, dass im Wasser weniger Algen wachsen. Das macht das Wasser für die Tiere gesünder. Und die Fische können sich unter der Fläche besser vor ihren Angreifern schützen – den Vögeln.

Energie wird von der Baufirma genutzt

Doch was passiert mit der ganzen Energie? Den meisten Strom nutzt die Baufirma – ein sogenanntes Quarzsandwerk – selbst. „Bei uns wird mit großen Baggerschiffen und riesigen Pumpen Sand vom Grund der Seen gewonnen und dieser dann über lange Rohrleitungen in das Werk gepumpt“, erklärt Britta Franzheim. Das braucht viel Energie, die die Solaranlage ganz allein liefert. Der Sand kann zur Herstellung von Glas oder anderen Materialien genutzt werden.

Insgesamt wird so viel Energie durch die Solarfläche gewonnen, dass jährlich 1000 Haushalte davon leben könnten.

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