Politik

Auch Kinder können etwas gegen den Klimawandel machen

Ein Mädchen läuft über ein verdorrtes Maisfeld im Südosten Kenias. Das ist ein Land in Afrika.

Foto: Dai Kurokawa

Ein Mädchen läuft über ein verdorrtes Maisfeld im Südosten Kenias. Das ist ein Land in Afrika. Foto: Dai Kurokawa

In Bonn sprechen Experten gerade über den Klimawandel. Auf der Erde wird  es immer wärmer. Das hat für viele Kinder auf der Welt schlimme Folgen.

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Auf der Erde wird es immer wärmer. Forscher nennen das Klimawandel. Er kann schlimme Folgen für die Umwelt haben. Es könnte in Zukunft etwa öfter Überschwemmungen geben. In der Stadt Bonn treffen sich gerade Tausende Experten, um über den Klimawandel zu sprechen. Auch Silvia Holten ist dabei. Sie arbeitet für eine Kinderhilfsorganisation und erklärt, welche Folgen der Klimawandel für Kinder hat.


Was genau haben Kinder mit dem Klimawandel zu tun?
Kinder sind auch vom Klimawandel betroffen. Ein Mädchen aus dem Insel-Staat Vanuatu im Pazifik hat mir erzählt, dass viele Kinder mit ihren Eltern schon umziehen mussten. Denn bei ihnen steigt der Wasserspiegel und die Küsten brechen ab. Viele Dörfer wurden schon überschwemmt und sind verlassen. Die Kinder und Jugendlichen aus den Inselstaaten sind zum Teil sehr verzweifelt.


Welche Kinder sind am meisten betroffen? Die Kinder in den ärmsten Ländern der Welt. In Ostafrika gibt es zum Beispiel eine starke Dürre. Man kann dort kaum etwas anbauen. Das ist eine Folge des Klimawandels. In den Ländern Kenia, Äthiopien, Somalia und im Südsudan haben 800 000 Kinder großen Hunger. Das ist so viel, wie in einer größeren Stadt wohnen. In asiatischen Ländern wird es voraussichtlich in Zukunft schwere Stürme geben. Häuser werden zerstört und Inseln überflutet.


Wie wird den Kindern geholfen?
Wir haben zum Beispiel auf den Inseln des Landes Vanuatu sturmfeste Häuser gebaut. Sie sind aus Stein. In die können die Menschen sich flüchten, wenn ein Sturm kommt. Sie liegen meist auch etwas höher, so dass sie nicht überschwemmt werden können. Vor den Küsten bauen wir auch wieder Mangroven-Wälder an, zum Beispiel auf den Philippinen. Sie sind wichtig für das Klima und schützen die Küsten. Auch andere Wälder forsten wir wieder auf.


Wie können sich denn Kinder im Alltag einsetzen, um das Klima zu schützen? Kinder können Erwachsene ermuntern, weniger mit dem Auto zu fahren. Lieber mit dem Bus oder Fahrrad. Und man sollte die Dinge essen, die in der Region und in der Saison produziert werden. Und man kann sich engagieren.


Wie denn?
Man kann bei Gruppen von Umweltorganisationen mitmachen. Man kann auch in der Schule sagen: Wir wollen über das Thema Klimawandel sprechen. Vielleicht gibt es auch einen Schulgarten, wo man den Umgang mit Pflanzen lernen kann. Oder man schreibt an seinen Politiker: Ich möchte, dass ihr euch für das Klima engagiert. Denn Kinder haben das Recht, in einer guten und gesunden Umwelt aufzuwachsen.

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