Bundespolizei

Hauptbahnhof Düsseldorf: Mann prahlt mit falschem Impfpass

| Lesedauer: 2 Minuten
Ein 28-Jähriger war mit dem gefälschten Impfpass im Hauptbahnhof Düsseldorf unterwegs. Der hielt der genauen Überprüfung durch die Bundespolizei nicht stand.

Ein 28-Jähriger war mit dem gefälschten Impfpass im Hauptbahnhof Düsseldorf unterwegs. Der hielt der genauen Überprüfung durch die Bundespolizei nicht stand.

Foto: Bundespolizei

Düsseldorf.  Ein 28-Jähriger hat in der Nacht zu Freitag im Hauptbahnhof Düsseldorf vor Polizisten mit seinem Impfpass geprahlt. Der aber war gefälscht.

Was auch immer ihn geritten hat - es war nicht gerade schlau: Ein 28-jähriger Mann hat in der Nacht zu Freitag am Düsseldorfer Hauptbahnhof bei einer Polizeikontrolle mit seinem Impfpass geprahlt. Die Beamten schauten sich daraufhin das Dokument genauer an.

Gegen 0.40 Uhr war der Mann mit türkischem Pass von Polizisten im Hauptbahnhof kontrolliert worden. Einen konkreten Anlass habe es dazu nicht gegeben, aber weil große Bahnhöfe rechtlich als „gefährdete Objekte“ gelten, kann die Polizei dort auch „verdachtsunabhängig“ Personen und Gepäck kontrollieren.

Bundespolizei-Kontrolle: Mann gab sich in Sachen Impfschutz beflissen

Dabei habe der 28-Jährige mehrmals und laut Bundespolizei wohl mit großer Beflissenheit auf sein gelbes Heftchen mit den Impf-Nachweisen insbesondere zur Corona-Impfung verwiesen. Ja, er habe die Polizisten direkt aufgefordert, sich den Ausweis anzuschauen.

Der Impfpass hielt dem genauen Blick der Bundespolizei indes dann nicht stand: „Schon auf den ersten Blick zeigten sich Unregelmäßigkeiten“, teilte die Bundespolizei mit. Die hätten sich dann bei genauerem Hinsicht bestätigt.

Gefälschten Impfpass vorgezeigt: 28-Jähriger verstummte plötzlich

Das machte den 28-Jährigen auf der Bundesspolizeiwache schließlich wortkarg bis stumm: „Er wollte sich zum Vorwurf, sein Impfpass sei gefälscht, nicht mehr äußern“, teilte die Bundespolizei mit.

Lesen Sie auch:

Der 28-Jährige durfte nach der Befragung erstmal wieder nach Hause. Der gefälschte Impfpass wurde eingezogen. Die Bundespolizei stellte Strafanzeige wegen Dokumentenfälschung. Nun sind weitere Ermittlungen nötig, sagte die Sprecherin. Zu klären ist unter anderem: Wusste der Beschuldigte von der Fälschung?

Ein Impfpass ist auf Bahnhöfen derzeit übrigens nicht notwendig, erklärt die Bundespolizeisprecherin. Er wäre deshalb von den Polizisten auch nicht unbedingt kontrolliert worden. „An Bahnhöfen als öffentlichen Orten gilt nur Maskenpflicht“, sagt die Sprecherin Geimpft, genesen oder getestet sein („3G“) muss man nur, wenn man im Zug mitfährt. (dae)

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: WAZ-Home

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben