Alkoholismus

Alarmzeichen für Alkoholmissbrauch beginnen schon im Denken

Das Feierabendbier ist drei- bis viermal die Woche okay. Häufigerer Konsum und häufiges Denken an Alkohol können Alarmsignale sein.

Das Feierabendbier ist drei- bis viermal die Woche okay. Häufigerer Konsum und häufiges Denken an Alkohol können Alarmsignale sein.

Foto: Getty

Berlin.  Besonders nach einem stressigen Arbeitstag kann das Feierabendbier zur Entspannung beitragen. Doch der rituelle Alkoholgenuss nach Feierabend kann der Einstieg in die Abhängigkeit sein. Ein Alarmzeichen ist der Gedanke an Alkohol bereits vor Dienstschluss.

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Wer kennt das nicht? Nach einem stressigen Tag hilft ein Glas Wein oder Bier beim Entspannen. "Drei bis viermal pro Woche am Abend ein kleines Glas Wein zu trinken, ist noch in Ordnung", sagt Anette Wahl-Wachendorf vom Verband der Betriebs- und Werksärzte. Dabei trete in der Regel noch kein Gewöhnungseffekt ein.

Ein Alarmzeichen sei es aber beispielsweise, wenn die Gedanken schon vor Dienstschluss um das Feierabendbier oder den Wein kreisen. Das deute darauf hin, dass Arbeitnehmern der Alkoholkonsum übermäßig wichtig ist und sie in eine Abhängigkeit rutschen können.

In kurzer Zeit viel trinken

Ebenfalls bedenklich sei, wenn Beschäftigte auf einer Feier bemerken, dass sie in kürzester Zeit viel trinken - und deutlich mehr als die anderen. "Das zeigt, dass jemand sehr gewöhnt ist an Alkohol und bewusst darauf zusteuert auf Pegel zu kommen", sagt Wahl-Wachendorf. Der Gedanke an Alkoholmissbrauch liegt hier ebenfalls nicht fern.

Wer an sich selbst bemerkt, dass er in letzter Zeit viel trinkt, kann als ersten Schritt den Alkohol eine Woche lang weglassen. Wer merkt, dass ihm das über die Maßen schwerfällt, sollte einen Arzt aufsuchen. (dpa)

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