Gericht

Gericht hebt fristlose Kündigung AfD-naher Professorin auf

Die BWl-Professorin Karin Kaiser hatte gegen ihre Kündigung durch die Hochschule Niederrhein geklagt.

Die BWl-Professorin Karin Kaiser hatte gegen ihre Kündigung durch die Hochschule Niederrhein geklagt.

Foto: dpa

Düsseldorf.  Die Hochschule Niederrhein hatte einer AfD-nahen Professorin fristlos gekündigt. Nun wurde das Urteil vom Düsseldorfer Arbeitsgericht aufgehoben.

Das Düsseldorfer Landesarbeitsgericht hat die fristlose Kündigung einer AfD-nahen Professorin der Hochschule Niederrhein aufgehoben. Die Vorwürfe gegen BWL-Professorin Karin Kaiser rechtfertigten den Rauswurf nicht, oder seien bereits durch Abmahnungen verbraucht, befand das Gericht am Mittwoch und schloss sich der Vorinstanz an. Auch ihre parteipolitische Ausrichtung rechtfertige keine Auflösung des Arbeitsverhältnisses.

Die Hochschule hatte etwa die Nebentätigkeit der Professorin als Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin moniert. Die sei aber jahrelang bekannt gewesen und toleriert worden, befand das Gericht und ließ die Revision zum Bundesarbeitsgericht nicht zu (Az.: 7 Sa 370/18).

Keine Gründe für den Rauswurf

Kaiser war bei der letzten Bundestagswahl für die AfD in Schleswig-Holstein als Kandidatin angetreten. Kurz vor der Wahl hatte sie einen Raum der Hochschule für eine Veranstaltung mit dem Titel "Tod des Rechtsstaats" nutzen wollen. Dies hatte ihr die Hochschule untersagt.

Leserkommentare (12) Kommentar schreiben